Thurgauerstrasse

Gartenstadt

Papieri

Universitätsspital

Hegibachplatz

Die vier neuen Häuser am Hegibachplatz bieten 50 Wohnungen für Menschen im dritten Lebensabschnitt an. Das eine Haus sitzt entlang der Hofackerstrasse und stellt sich in die Reihe der aufgelockerten Blockrandgebäude um den Hegibachplatz. Die anderen drei Häuser sind von aussen gesehen quasi inexistent und ordnen sich den bestehenden, teils gewerblich genutzten Hofbauten zu. Anstelle einer Siedlungsbildung wird hier an der gewachsenen Stadt weitergebaut.
Das Haus an der Strasse sitzt auf der rund hundertzwanzigjährigen Stützmauer aus Sandstein, ist mit dämmendem Backstein monolithisch gebaut und verputzt. Alle Wohnungen sind sowohl zum Hof wie auch auf den südlich gelegenen Hegibachplatz ausgerichtet. Sie erhalten dadurch viel Sonne, Aussicht und nehmen am städtischen Treiben am Platz teil.
Die drei Häuser im Hof erscheinen durch die verkleidete Holzfassade leicht und wachsen wie Bäume in den Himmel. Aufgrund der baulichen Dichte weichen sie sich gegenseitig aus, betten sich jedoch gleichzeitig in einen üppigen Garten. Häuser und Garten steigern sich so zu einer atmosphärischen Dichte. Die Wohnungen sind entsprechend ruhig, schattig und kontemplativ.

Bucherareal

Industriestrasse

Die städtebauliche und architektonische Idee baut auf den historischen und gegenwärtigen Qualitäten des Ortes auf: Ein Terrain vague mit verschiedenartigen Häusern, stummen Schuppen, Platzflächen, einzelnen, wild gewachsenen Bäumen und einer lebendigen Kultur. Seiner heutigen Nutzung entsprechend wird das Areal Industriestrasse als ein «Lagerplatz in der Stadt» verstanden, auf dem unterschiedliche Menschen, Häuser und Ideen zusammenfinden. Es wird eine Kontinuität des Veränderlichen und Informellen gesucht. Das Projekt sieht auf diesem Platz eine «Versammlung» von sechs individuellen Häusern vor, die eine zusammengehörige, aber informell verbundene Gruppe bilden.
Mit der Häusergruppe werden verschiedene Aussenräume geschaffen. Die drei Hofräume bilden die gemeinschaftlichen und öffentlichen Zentren: der Quartierhof, der Spielhof und der Beizenhof. Aufgrund der freistehenden, solitären Häuser wird das Areal durchlässig und über zahlreiche Wegverbindungen in die Stadt eingebunden. Die Idee für den gemeinschaftlichen und öffentlichen Aussenraum sieht keine festgeschriebene Form vor, sondern verändert sich – einem Ökosystem gleich – durch die Interaktion von Menschen, Vögeln, Insekten und Pflanzen immerfort und lagert verschiedene Schichten ab.
Jede Genossenschaft erhält ihr eigenes, anderes Haus. Die Häuser unterscheiden sich nicht nur im Ausdruck, sondern ganz wesentlich bei den Wohnräumen. Neben der Idee für eine spezifische Wohnform sind die Räume bei allen Häusern aus dem jeweiligen konstruktiven Aufbau entwickelt. Diese Aufbauten folgen der Idee von «Stapelungen». Die Regeln der Stapelungen werden bestimmt über die Art der Holzelemente und die additive, tektonische Logik der Holzbauweisen: Stäbe, Platten, Raumkörper. Der Holzbau prägt den Innenraum in seiner Gestalt, Haptik und Atmosphäre.
In ihrer Unterschiedlichkeit bieten die sechs Häuser die Voraussetzung für ein durchmischtes und sich stetig wandelndes Quartier für alle Lebensformen und Altersgruppen. Das Wohnen nistet sich in den offenen Räumen ein. Ähnlich den Wandlungen im Aussenraum ist dieser Prozess nie abgeschlossen, die Spuren individueller Biografien werden erweitert, ausgedünnt und verändert.
Die Dachformen der fünf neuen Häuser prägen deren individuellen Ausdruck und Charakter. Durch die Dächer werden aus den Häusern eigentliche «Figuren». Zusammen bilden die Dächer eine Dachlandschaft, die eine zweite Ebene des gemeinschaftlichen Aussenraumes formt.

Haus #1 Wogeno
Von den fünf Häusern ist das Haus der Wogeno das kleinste. Mit seinen sechs Geschossen und dem Dachgeschoss erhält es dabei beinahe die Proportion eines kleinen Turmbaus, – eine Sphinx – bekrönt durch das «Gerüst» der Dachterrasse. Das komplett in Holz konstruierte Haus ist aus Balkenstapeln (tragende Wandschotten) und Balkenlagen (Decken) aufgebaut. Die sechs Balkenstapel gliedern den Grundriss in fünf Raumkompartimente mit Ost-West-Orientierung. In diesen Kompartimenten lassen sich – insbesondere mit den zwei Schaltzimmern – in den Treppenhausspangen unterschiedliche Wohnungsgrössen und -typen organisieren: von der 1- bis zur 5-Zimmer-Wohnung.

Haus #2 Wohnwerk
Das Haus der Wohnwerk liegt an der Industriestrasse und prägt die Adresse der Kooperation. Der konstruktive Aufbau aus Balkenstapeln und Balkenlagen ist eine Variation des Wogeno-Hauses. Die Balkenstapel bilden eine dreischiffige, längsgerichtete Grundrissstruktur aus. Die mittige Raumschicht dient als «geteilter» Raum. Westseitig befinden sich die Grundmodule «Wohnen» (Kochen, Wohnen, Zimmer, Bad), ostseitig sind zusätzliche Zimmer und Bäder angeordnet. Diese Disposition beschreibt das Konzept «atmender» und «geteilter» Wohnungen, eine Interpretation des Molekular-Ansatzes: Zum «Wohnen» können je nach Haushaltsgrösse Zimmer zugemietet oder weitergegeben werden («atmen»), das mittige Schiff wird mit der Stockwerkgemeinschaft geteilt.

Haus #3 LBG
Das Haus der LBG besetzt die Mitte des Areals und hat Anstoss an die drei Platzräume. Das Erdgeschoss nimmt den Kindergarten und die Kita auf. Das Haus besitzt ein eigenes Prinzip der «Stapelung», bei dem raumhaltige «Tubes» aufeinander geschichtet werden. In Querrichtung nehmen diese vorfabrizierten «Tubes» alle installierten Räume wie Küchen und Bäder auf. Die Decken bestehen aus röhrenförmigen Kastenelementen. Die Wohnungen entwickeln sich beidseitig respektive um einen Tube herum, was eine weitläufige «Geografie» im Innern erzeugt. Im überhohen Dachgeschoss liegen Musikräume (Vorführung, Musikschule etc.).

Haus #4 ABL
Das Haus der ABL ist der grösste Neubau, was sich in einer kompakten Grundrissorganisation mit grösseren Eckwohnungen und mittigen Kleinwohnungen mit Ost- respektive Westorientierung manifestiert. Die Gebäudestruktur besteht aus einem massiven Sockelgeschoss, auf dem sich ein filigraner Elementbau mit Brettholzscheiben errichtet – von der Leichtigkeit einem Kartenhaus ähnlich. Dieser Tragstruktur entspricht eine feingliederige Raumstruktur, bei der auf den Längsseiten sechs, auf den Schmalseiten ein Zimmer schaltbar sind und sehr viele Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Wohnungsgrössen und -typen offen lassen. Alle Wohnungen werden über ein zweiteiliges Atrium erschlossen, das sich auf dem Dach in ein Glashaus für die Hausgemeinschaft öffnet.

Haus #5 GWI
Der Neubau der GWI wird in einer zweiten Etappe realisiert, wenn der Altbau am Geissensteinring weichen muss. Die Tragstruktur ist aus Brettsperrholzscheiben zusammengesetzt, die ein Raumkabinett aus einem Ring von kleineren und einem Kern von grossen quadratischen Räumen bilden. Die Raumkanten sind allseitig offen und lassen Raum für Fenster und Türen. Damit sind vielfältige Schaltmöglichkeiten gegeben: von der abschliessbaren 1-Zimmer-Wohnung bis zur Stockwerkswohngemeinschaft. Je nach Anzahl gebauter Türen können auch diese Wohnungen «atmen» und sich jederzeit den sich verändernden Bedürfnissen anpassen. Auf dem Dach ist ein Hauskraftwerk für die Warmwasserproduktion vorgesehen, das den Ausdruck des Hauses mitprägt.

Haus #6 Industriestrasse GWI
Das Haus an der Industriestrasse 9 wird umgebaut. Im Untergeschoss entsteht ein Konzertlokal, im Erdgeschoss neben dem Gemeinschaftsraum ein Restaurant mit Zugang zum Platz, im Obergeschoss findet eine Ateliergemeinschaft Platz und im Dach eine Wohngemeinschaft. Diese unterschiedlichen Raumstrukturen bauen alle auf dem inneren Skelettbau des alten Käselagers auf. Die Zimmer der Wohngemeinschaft im Dachgeschoss erhalten Licht über grosse «Ochsenaugen», die Teil der verspielten Dachlandschaft mit den vielen Kaminen wird. Das Haus ist ein wichtiger Identifikationsort für die Kooperation.

Solaris

Städtebau und Vernetzung
Das Hochbord-Quartier Dübendorf, am Stadtrand Zürichs, erfährt aktuell eine Entwicklung von einer industriellen und gewerblichen Struktur hin zu einem gemischt genutzten Stadtquartier. Neu Projekte für Wohnen und Dienstleistung wechseln sich mit bestehenden grossmassstäblichen Bebauungen ab. Anstelle eines einheitlichen Stadtkörpers entstehen auf den einzelnen Baufeldern solitäre Areale, deren Bauten unterschiedlichen städtebaulichen und architektonischen Konzepten folgen. Erforderlich ist daher die Entwicklung eines Projektes mit eigenständiger Identität.
Der Entwurf für das Areal an der Ecke Sonnental-/Zürichstrasse bezieht sich gleichermassen auf das städtebauliche Konzept des Richtplanes wie die laufende planerische und bauliche Entwicklung in der unmittelbaren Nachbarschaft des Areals: Es sieht eine Randbebauung aus einzelnen Baukörpern vor, eine Art offener Blockrand. Diese setzt sich aus drei Bautypen zusammen: zwei schlanke, strassenbezogene Baukörper mit vier Geschossen, einen parkbezogenen, tieferen Baukörper mit acht Geschossen (sieben Vollgeschosse und eine «Attika») sowie ein Volumen mit sechs Geschossen an der Sonnentalstrasse. Die Baukörper umschliessen einen Hof, die gemeinschaftliche Mitte des Areals. Er schafft Identität für die neue Überbauung und dient der Erschliessung: die «offenen Ecken» schaffen vier Zugänge und verknüpfen das Areal mit dem öffentlichen Verkehr und dem Quartier Hochbord.

Nutzungsverteilung und Wohnen
Die Nutzungsverteilung folgt dem städtebaulichen Konzept. Die Wohnnutzungen werden im parkbezogenen, höheren Baukörper, das heisst lärmgeschützt, konzentriert. Die strassenbegleitenden Bauten nehmen Flächen für Verkauf, Gewerbe und verschiedene Formen der Büronutzung auf. Das Dachgeschoss des Hauses an der Ringstrasse wird wiederum für das Wohnen genutzt.
Innerhalb der städtebaulich-volumetrischen Setzung ist eine grosse Vielfalt an unterschiedlichen Wohnungen möglich, ohne dabei die Rationalität und Regelhaftigkeit des Entwurfs in Frage zu stellen. Es resultieren pro Wohnungsgrösse zwischen zwei (1.5-Zimmer-Wohnungen) und acht (3.5-Zimmer-Wohnungen) verschiedene Wohnangebote. Diese reichen von kleinen Atelier-Maisonetten am Hof über Erdgeschoss-Gartenwohnungen (2.5- bis 4.5-Zimmer-Wohnungen) bis zu Attikawohnungen mit grossen Dachterrassen. Die einfachen Grundrisse zeichnen sich durch Flächeneffizienz, gute Belichtung, nutzungsneutrale Räume und eine hohe Gebrauchstauglichkeit aus. Die erdgeschossigen Gewerbe- und Verkaufsflächen besitzen über die Ring- und Zürichstrasse eine hohe Visibilität.

Strassen- und Aussenräume
Mit dem Projekt werden die Strassenräume gestärkt. Innerhalb des Areals werden unterschiedliche Freiraumtypen geschaffen. Der Hof bildet die identitätsstiftende Mitte mit verschiedenen Nutzungsbereichen und Belagsarten: von hier aus werden sämtliche Wohnungen und Büroflächen erschlossen und beliefert. Die Wohnungen im westlichen Erdgeschoss verfügen über eigene, private Vorgärten. Ebenfalls im Westen befindet sich in direktem Anschluss an den Park ein ruhiger Kinderspielplatz. Ergänzt wird das Angebot durch gemeinschaftliche und private Dachterrassen. Es besteht eine klare Gliederung in öffentliche (Strassenraum), halböffentliche (Hof), gemeinschaftliche (Dachterrassen) und private (Balkone und Dachterrassen) Aussenräume. Die Balkone sind hinsichtlich der Baumasse optimiert und nicht abgestützt.

Architektur
Die Bauten weisen einen eigenständigen und prägnanten Ausdruck auf. Bestimmend sind an den farbig verputzten Häusern die «hängenden» Balkone und Erschliessungen in weiss und dunkelgrau gespritztem Stahl. Die Häuser sprechen von einem gemischt genutzten, städtischen Areal und verweisen auf den ehemals gewerblichen Charakter des Hochbords. Die Fassadenmaterialisierung ist robust und wirtschaftlich.

Rationalität und Wirtschaftlichkeit
Das Projekt ist in allen Bereichen auf eine wirtschaftliche und preisgünstige Realisierung ausgerichtet. Es schöpft die zulässige Ausnützung voll aus, verfügt über kompakte und teilweise tiefe Baukörper und eine effiziente Erschliessung. Es besteht ein hoher Wiederholungsgrad hinsichtlich der Grundrisstypen und der Bauteile. An den vertikalen Haustechnikerschliessungen sind pro Geschoss je zwei Küchen und zwei Bäder angeschlossen. Die Lastabtragung erfolgt durchgehend vertikal und ist auf die Parkierung abgestimmt.

Pilatus

Drei Häuser
Das Projekt sieht eine Konfiguration von drei aneinander gebauten, funktional unabhängigen Häusern vor: Ein Wohnhochhaus mit Eigentumswohnungen, die Sportarena und ein Wohnhochhaus mit Mietwohnungen. Der mit der Überarbeitung schlanker proportionierte Wohnturm (60 Meter) am Kreisel Mattenhof bezieht sich in der Höhe einerseits auf die anderen platzbildenden Hochhäuser und vermittelt andererseits zum höheren Wohnturm. Vom Platz her betrachtet in zweiter Reihe und zum Bahnhof zugehörig steht der höhere Wohnturm (109 Meter). Dazwischen gespannt befindet sich die Sportarena. Die drei Häuser bilden damit die drei Programme ab und erlauben eine einfache Abparzellierung. Die Dreiteilung berücksichtigt aber auch deren unterschiedliche Lebensdauer und die statische Entflechtung führt zu einer schlanken Dachstruktur der Arena. Schliesslich wird mit dem privilegierten Wohnen in Hochhäusern der Landschaftsbezug thematisiert.

Platzfolge zwischen Bahnhof und Kreisel
Die Raumbildung des Mattenhofplatzes erfolgt über zentrierte und teilweise leicht ausgedrehte Platzfassaden. Mit dem südlichen Hochhaus der Pilatus Arena wird der Platz zu einem fünfeckigen Raum komplettiert. Durch das leichte Zurücksetzen des Wohnhochhauses wird eine platzartige Öffnung zum Bahnhof geschaffen, die sich von den Strassenmündungen unterscheidet und die wichtige Verbindung zwischen Mattenhofplatz und Bahnhof stadträumlich akzentuiert. Diese Verbindung baut auf einer Folge von Platzräumen auf, die jeweils Zugänge zu den drei Häusern geben. Der langgezogene Bahnhofplatz findet sein räumliches Ende mit dem nördlichen Hochhaus.

Fassadenkleid aus hellem Faserbeton und Aluminium
Auf plastischer Ebene verbinden sich die drei funktional getrennten Häuser zu einer Figur. Verstärkt wird diese architektonische Absicht durch das einheitliche und verbindende Fassadenkleid aus leichten und nobel erscheinenden Faserbetonplatten und Aluminium. Beide Materialien sind von heller Tonalität und kontrastieren nur wenig. Die Leichtbaufassade wird einerseits den drei verschiedenen Nutzungen gerecht und entspricht andererseits den Grundsätzen einer nachhaltigen Bauweise. Die hinterlüftete Fassade ist unterhaltsfrei und gewichtsparend; beim Hochhausbau beides relevante Kriterien.

Allmend
Der Mattenhof ist Teil des dynamischen Entwicklungsgebietes Luzern Süd. Luzern Süd wiederum steht in stadträumlicher Kontinuität zur Stadt Luzern, Horw und Kriens. Zwei Seen und drei Erhebungen fassen diesen Stadtraum. Primäre Verkehrsachsen durchlaufen den topografisch gefassten Raum. Drei dieser Achsen sind für den Mattenhof und die Allmend von Bedeutung: für den motorisierten Verkehr die Obergrundstrasse, die sich in Arsenal- und Horwerstrasse teilt, die S-Bahn-Linie Luzern-Horw sowie die geplante Langsamverkehrsachse vom Bahnhof Luzern entlang der Allmend nach Horw.

Stadträumliche Orientierungspunkte
Angelagert an diese Achsen finden sich an wichtigen stadträumlichen Stellen Hochpunkte: an der Obergrundstrasse am Ausgang der Neustadt die Pauluskirche, an der Langsamverkehrsachse und am Ende des Gleisfelds das geplante Steghofhochhaus, an der Horwerstrasse im Zentrum der Allmend die beiden Allmend Hochhäuser. Das nördliche Hochhaus der Pilatus Arena markiert in dieser Serie den Bahnhof Kriens Mattenhof. In Beziehung zu den Allmend-Hochhäusern schafft es eine räumliche Auszeichnung und Fassung der Allmend als öffentlichen Freiraum von Luzern Süd und «Sportcampus».

Wohnen im Hochhaus
Das Projekt setzt auf das privilegierte Wohnen in Hochhäusern, das den Landschaftsbezug zu den Seen und Alpen thematisiert. Prägendes Element für alle Wohnungen bilden plastische Einkerbungen im Baukörper mit jeweils flankierenden, zweiseitig geöffneten Loggien. Diese Kerben «multiplizieren» die Ecksituationen und schaffen auch bei mittig liegenden Wohnungen mehrfache Ausrichtungen: Im Innenraum werden mindestens zwei sich kreuzende Sichtbeziehungen aufgebaut. Die eine Sichtlinie geht vom Entrée aus über das Wohnzimmer und die Loggia in die Ferne. Eine Querverbindung bietet räumliche Grosszügigkeit in die Breite der Wohnung. In der Überschneidung dieser Fluchten befindet sich der Wohnbereich.
Sowohl im Turm mit Wohneigentum wie auch im Mietwohnungshaus werden sieben Wohnungen pro Geschoss über ein mittiges Treppenhaus erschlossen. Das Haus mit den Mietwohnungen erreicht mit 20 oberirdischen Geschossen rund 60 Meter, dasjenige mit den Eigentumswohnungen mit 37 Geschossen rund 109 Meter. Wo die beiden Wohntürme an die Sporthalle anschliessen, befinden sich Abstellräume. Die dazwischenliegende Sporthalle erreicht 21 Meter Höhe.

Architektonischer Ausdruck
Die drei Häuser werden über ein leichtes und nobel erscheinendes Fassadenkleid zu einer plastischen Figur zusammengebunden. Dieses Kleid besteht aus einem die Öffnungen um- und zusammenfassenden hell eloxiertem Aluminiumblech und ebenfalls hellen, vertikal verlaufenden und profilierten Faserbetonplatten. Diese Materialisierung wird einerseits den drei unterschiedlichen Nutzungen gerecht und nimmt anderseits Bezug zu den bestehenden und geplanten, mehrheitlich mineralisch verkleideten Häusern. Das Erdgeschoss ist nach aussen umlaufend verglast, um die erwartete Öffentlichkeit zu verdeutlichen.

Sozialräumliche Aspekte
Die nord- respektive westseitigen Haupteingänge zu den Wohnhäusern münden in grosszügige Eingangshallen. Im Alltag oder während grosser Sportanlässe besteht die Möglichkeit, die Lifte zu den Wohnungen über die ostseitigen Eingänge zu den Velo-, Kinderwagen- und Entsorgungsräumen zu erreichen (zweite Adresse). Die Eingänge sollen hochwertig ausgestattet sein, um über eine hohe Aufenthaltsqualität das Zustandekommen sozialer Kontakte im Alltag zu unterstützen.
Zugunsten einer guten sozialen Durchmischung wurde darauf geachtet, dass der geforderte Wohnungsmix nicht vertikal über die verschiedenen Geschosse verteilt wird, vielmehr werden auf den einzelnen Geschossen jeweils verschiedene Wohnungstypen angeboten. Der Dachgarten wird über das Angebot der flankierenden Gemeinschafts- und KiTa-Räume sowie der Gästewohnungen durch unterschiedliche Nutzergruppen und Nutzungen belebt. Insbesondere im Sommerhalbjahr wird er zur wichtigen hausinternen und gebäudeübergreifenden Bühne des sozialen Lebens. Daneben erweitern auf übergeordneter Ebene das Angebot der Sportarena (Restaurant, Vereinsräume und Kraftstudio) und die gewerblich genutzten Erdgeschosse die soziale Infrastruktur. Somit trägt das Projekt ein vielseitiges und massstäblich differenziertes Angebot an sozialräumlichen Qualitäten.

Gegenwelt zum urbanen Stadtraum
Auf dem Dach der Sporthalle befindet sich ein grosszügiger Garten, der den Bewohnern der beiden Häuser vorbehalten ist. Über eine direkte Verbindung vom Treppenhaus hat jede Wohnung Zugang auf die durchgehend gemeinschaftliche Dachfläche. Den Auftakt bilden zwei grosse, vorgelagerte Gartenterrassen, die als Aussenflächen für den angegliederten Gemeinschaftsraum, die KiTa und die beiden Gästewohnungen dienen und über welche man in den etwas tiefer gelegenen Garten gelangt.
Der Garten dient sowohl als «Bild» wie auch als nutzbarer Raum, in den man eintaucht und verschiedene Räume und Nischen findet. Eine üppige, aber klar strukturierte Vegetation aus Stauden, Sträuchern und kleineren Bäumen schafft einen kleinteiligen und informell nutzbaren Aufenthaltsraum. Durch die organische Formensprache und die topografische Absenkung wird der Garten zum Kontrapunkt der Architektur. Mäandrierende, chaussierte Wege führen durch die Gartensequenzen und entwickeln ein Spiel der Offenheit und Geschlossenheit.
An zwei Stellen öffnet sich der Weg zu einem zentralen Kiesplatz in der Nähe des Gemeinschaftsraumes sowie zu einem Kinderspielplatz in der Nähe der Kita und bildet so zwei spezifische, vielfältig nutzbare Orte. Die bänderartig angelegte Staudenpflanzung gliedert sich in unterschiedlich rötliche, gelbe und bräunliche Farbtöne, die eine starke visuelle Wirkung erzeugen. Verschieden hohe und dichte Sträuchergruppen aus einheimischen Kleingehölzen ergänzen die Staudenpflanzung und gliedern den Garten in räumliche Abschnitte. Mittels einer sanften Geländemodellierung wird die Raumbildung unterstützt und die Wege an die Terrassen angebunden. Eine auf Augenhöhe abschliessende Brüstung fasst den Gartenraum und öffnet ihn zum Himmel – er wird zur Gegenwelt des urbanen Stadtraums.

Schaugarten
Der Dachgarten steht damit nicht in Konkurrenz zu den Sport- und Erholungsanlagen der nahegelegenen Allmend, sondern bietet einen ergänzenden Aufenthalts- und Erholungsraum mit einem schwach determinierten Angebot. Da der Dachgarten von den oberen Wohnungen aus eine hohe visuelle Präsenz hat, übernimmt er auch die Aufgabe eines Schaugartens, der von oben betrachtet als Bild angelegt ist.

Platzräume und Zugänge
Der städtische Aussenraum zwischen Mattenhof- und Bahnhofplatz besteht aus einer Folge von Platzräumen. Zwei bodeneben gepflanzte Baumkörper gliedern jeweils die Vorplätze der beiden Hochhäuser. Gleichzeitig spenden sie Schatten, während die restlichen Flächen mit einem Hartbelag ausgestattet sind. Die Zugänge der Wohnhäuser liegen gut auffindbar und entsprechend der Hauptausrichtung der Türme und der Sportarena. Die zwei Eingänge zur Sporthalle haben jeweils grosszügige Vorbereiche um Besucherandränge aufzunehmen.

Gewerblich genutzte Erdgeschosse schaffen Öffentlichkeit
Im Erdgeschoss der beiden Wohnhochhäuser werden Verkaufsflächen von insgesamt 900 Quadratmetern angeboten. Daneben beleben das Restaurant der Sportarena sowie ein Kiosk auch ausserhalb von Sportveranstaltungen den öffentlichen Raum. Fast alle Entfluchtungen der Sportarena und der Wohntürme sowie sämtliche Anlieferungen, Entsorgungen und Erschliessungen für Parkierungen (UG und EG) werden über die südöstliche Zubringerstrasse organisiert.

Sportarena
Die Sportarena steht eingespannt zwischen den beiden Wohnhochhäusern. Sie ist im Erdgeschoss längsseitig jeweils leicht eingeschnürt und greift in den oberen Geschossen – ähnlich einem Schiffsrumpf – in die Breite. Auf dem Platzniveau sind neben den Eingängen und der Anlieferung das passagenartige Foyer mit dem angrenzenden Restaurant sowie Nebennutzungen wie Fitness und Büros untergebracht. Die platzseitige Ausweitung («Schräge») in den oberen Geschossen ist ohne Fenster vorgesehen. Hier sollen Screens für Veranstaltungshinweise und Werbung angebracht werden.

Verteilebene als Piano Nobile
Da im Projektvorschlag davon ausgegangen wird, dass die insgesamt 4018 Tribünenplätze in der Regel nicht über die Spielfeldebene erschlossen sein sollen, führen vier grosszügig ausgebildete, hinter den Gelenken der Tribünenränge platzierte Doppelhelix-Treppen ins dritte Geschoss, welches als Verteilebene – gewissermassen als Piano Nobile – verstanden wird. Von hier gelangt man von oben herab in die unteren (bei kleineren Veranstaltungen) und in die oberen Ränge (bei Grossanlässen). Während den Spielpausen werden die Zuschauer primär auf der Verteilebene verpflegt, Toiletten befinden sich direkt ein Geschoss darüber. Die Prämisse der betrieblichen Entflechtung zieht sich durch die gesamte Sportarena, ohne die Flexibilität einzuschränken. So können beispielsweise die Tribünen auch über das Spielfeld erreicht werden. Zuschauer- und Sportlerbereiche (Garderoben) sind vollständig getrennt.
Die Warenanlieferung erfolgt südostseitig über eine erhöhte Laderampe bzw. über eine Hebebühne für Lastwagen. So werden die Spielfeldebene respektive die dort seitlich angeordneten Lagerräume effizient bedient. Ein separater Warenlift erschliesst die weiteren Geschosse primär für gastronomische Zwecke. Auch hier werden während Veranstaltungen betriebliche Überkreuzungen vermieden. Entlang der Zufahrtsstrasse werden Parkplätze angeboten, welche während medienwirksamen Sportanlässen von Übertragungswagen genutzt werden können.

Multifunktionale Halle
Die Halle wird als öffentlicher Raum verstanden, weshalb sie über die grossen Fensterbänder einen Bezug und eine Adressierung nach Aussen schafft. Gleichzeitig begünstigt die natürliche Belichtung eine vielseitige Nutzbarkeit. Für Sportveranstaltungen sind innenliegende Storen oder Vorhänge vorgesehen, welche den Hallenraum vollständig verdunkeln.
Um eine dichte Arena-Stimmung zu begünstigen, sind die oberen Tribünenränge nicht nur betrieblich, sondern auch räumlich abtrennbar. Anhand von Akustikvorhängen, welche entlang der Geländer der oberen Ränge gezogen werden können, wird die Sporthalle nicht nur räumlich, sondern auch akustisch kompakter.

VIP und Marketing
Die VIP-Nutzungen befinden sich direkt oberhalb der Verteilebene und profitieren von einem freien Blick auf das Spielfeld. Nach Aussen öffnet sich der Raum zur Mattenpassage und in Richtung Pilatus. Der VIP-Bereich lässt sich bereits vom Erdgeschosseingang separat erschliessen und funktioniert durchgehend kreuzungsfrei mit dem restlichen Gastbetrieb. Eine Durchmischung ist aber selbstverständlich möglich. Da das VIP-Restaurant direkt von Aussen erschlossen werden kann, böte sich auch ein Betrieb neben den Sportveranstaltungen an.

Areal Bahnhof Süd

Wolf

Kaserne

Hohrainli

Nordtangente

Jenny Areal

Neubad

Hochbord

Der grosse Massstab – Das Territorium als städtebauliches Kriterium
Die bisher realisierten Bauten im Hochbord weisen in ihrer städtebaulichen und formalen Ausprägung eine grosse typologische Varianz auf und verfügen dementsprechend über eine gewisse urbanistische Autonomie. Freistehende Wohntürme, Blockrandbebauungen und andere Gebäudeformen besetzen die Parzellen des mehr oder weniger orthogonalen Strassennetzes. Der in früheren Studien konzipierte Blockrandplan wird nicht umgesetzt.
Unser Projekt «Hoffnig» sucht seine Integration im Stadtteil Hochbord deshalb nicht unmittelbar im städtebaulichen Kontext, sondern strebt – seiner Bedeutung als Auftakt am Bahnhof Stettbach entsprechend – eine Einordnung und Ausrichtung auch auf territorialer Ebene an. Damit sind der topografische Übergang von der Glatttalebene zum nördlichen Hang des Zürichbergs sowie die übergeordneten Infrastrukturen mit der Ausfallsachse der Zürichstrasse und der orthogonal dazu verlaufenden S-Bahnlinie gemeint.
Die zwei Bauten von Turidomus und Senn bilden zusammen eine städtische Grossform, die in ihrer Stellung quer zum Hang den Übergang von Zürichberg zur Glatttalebene akzentuiert, das Infrastrukturkreuz von Zürichstrasse und S-Bahn besetzt und als Stadtkante zwischen den Städten Dübendorf und Zürich vermittelt. In ihrer Massstäblichkeit baut sie so Verbindungen zu den Landmarks der neuen Stadtteile Richti-Areal und Zwicky-Areal in Wallisellen und Dübendorf auf.
Das Projekt spannt zusammen mit der Überbauung Sunnigehof einen leicht trichterförmigen Raum auf, der die Landschaftsräume des Zürichberghanges und der Glatttalebene verbindet. Darin eingestellt ist der «Pavillon» des Bahnhof Stettbach.

Der lokale Kontext – Die Aussenräume als Keimzelle der Stadt
Neben seiner Verortung im geografischen Raum schafft das Projekt aber auch unterschiedliche und differenzierte städtische Räume im lokalen Wirkungskreis. Nach aussen verbinden sich die kommerziellen Erdgeschossnutzungen über Arkaden zum Bahnhofsplatz, zur Zürichstrasse sowie zum oberen Abschnitt der Strasse «Am Stadtrand» mit den unmittelbar angrenzenden öffentlichen Räumen. An diesen Orten werden die Arkaden als städtische Elemente eingesetzt, um einerseits eine räumliche Öffnung vom Gebäude zum Aussenraum zu ermöglichen und gleichzeitig den Passanten einen hohen Komfort anzubieten.
Die zwei Bauten von Turidomus und Senn umfassen zudem im Innern einen in Proportion und Ausgestaltung spezifischen städtischen Raum, der eine unverwechselbare Identität für das Areal «Hoffnig» schafft und gleichzeitig als Verbindungsraum zwischen Bahnhof Stettbach und dem Hochbord-Quartier frequentiert wird. Er kann für die nordöstlich angrenzende Parzelle als Referenz für eine Weiterführung gelten, behält seine Gültigkeit aber auch, falls dort eine andere Bebauungsform realisiert wird. Anders als etwa ein Boulevard ist er nicht auf eine Fortsetzung angewiesen.
Die diagonal versetzte Anordnung der Arkaden am Bahnhofsplatz und «Am Stadtrand» zeichnen zusammen mit den Zugängen zum Hofraum eine S-förmige Bewegungslinie vor, welche den Bahnhof Stettbach mit dem Stadtteil Hochbord verbindet. Der Stadthof ist Transitraum und Aufenthaltsort in einem und kann für verschiedene Veranstaltungen wie Wochenmarkt, Velobörse o. ä. genutzt werden. Seine attraktive räumliche Präsenz stärkt ihn gleichzeitig als Standort und Anlaufpunkt für die umlaufenden Geschäftsräume im Erdgeschoss. So profitieren auch die Läden an der Strasse «Am Stadtrand» durch ihre zweiseitige Ausrichtung vom Stadthof und seinen Passanten.
Der zweite zentrale Aussenraum ist ein den Bewohnern des Areals Hoffnig vorbehaltener, gemeinschaftlicher Wohnhof. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss öffnen sich Lauben sowie offene Erschliessungsräume und verbinden diese mit dem Hofraum. Dieser ist kleinräumiger gegliedert, bepflanzt und versorgt die Bewohner mit den nötigen Alltagsinfrastrukturen wie Spielplatz oder Sitzgelegenheiten. Zum Stadthof kann er nachts durch zwei Toranlagen getrennt werden, nach Norden wird er über eine terrassenartige Kante zum Umraum abgeschlossen.

Erschliessung und Nutzung – Entflechtungen und Synergien
Die Erschliessungsstruktur ist eine direkte Antwort auf die Anforderungen einer städtischen Architektur sowie der spezifischen Nutzungsanordnung des Projektes. So sind im Gebäude der Turidomus die Nutzungen vertikal gegliedert: Die Flächen für Verkauf befinden sich im Erdgeschoss, die restlichen gewerblichen Flächen im ersten Obergeschoss, darüber folgen die Wohngeschosse.
Kernelement der Erschliessungsstruktur sind nach aussen offene und damit gut einsehbare Streetdecks im ersten Obergeschoss, welche hier die gewerblichen Nutzungen direkt aus dem Aussenraum (und entsprechender Adressbildung zum Bahnhofplatz) erschliessen.
Auch die Eingänge zu den Vertikalerschliessungen zu den Wohngeschossen gehen von den Streetdecks ab. Damit gibt es keine Überschneidungen von Gewerbe- und Wohnungszugängen in Vertikalerschliessungen. Zudem müssen die Treppenhäuser nicht bis in Erdgeschoss geführt werden, was die freie Einteilbarkeit der Verkaufsflächen beträchtlich verbessert und grosse Flexibilität schafft. Im Bereich des Gartenhofes werden über das u-förmige Streetdeck die kleinteiligen Alterswohnungen effizient erschlossen und räumlich über den Gartenhof zusammengefasst.
Auch beim Gebäude für Senn ist über der Arkade an der Zürichstrasse ein Streetdeck vorgesehen, wodurch sich im Erdgeschoss eine zusammenhängende Fläche für einen Grossverteiler ergibt. Die Streetdecks lassen sich an diskreten Stellen automatisch schliessen, sodass sie nachts nur für die Bewohner zugänglich sind.
Die städtebauliche Setzung in Kombination mit der beschriebenen Erschliessungsstruktur erzeugt eine einfache und klare Adressbildung: Zum Bahnhofsplatz hin weist das Areal drei Zugänge auf und auf der Erdgeschossebene verfügen auch die Verkaufsflächen «Am Stadtrand» über einen einfach auffindbaren Anschluss zum Bahnhof.

Architektonischer Ausdruck und Materialisierung
Mit dem architektonischen Ausdruck wird eine städtische Architektur angestrebt, die für den angestrebten Massstab über die notwendige Robustheit und Einfachheit verfügt und einen Beitrag zum urbanen Charakter des Hochbord-Quartiers leistet.
Vorgeschlagen wird eine Primärgliederung über eine umlaufende, vertikale Pfeilerordnung als Abbild des inneren Skeletts, welche hilft die unterschiedlichen Geschosshöhen aufzunehmen und die Bauten als Ganzes «zusammenhält». Sekundär treten die Geschossebenen sowie eine dritte Ebene (Storenkästen, teilweise zusätzliche vertikale Teilung) in Erscheinung. Das differenzierte Relief wird mit vorfabrizierten, eingefärbten, dünnwandigen Betonlementen ausgeführt.
Die Felder werden je nach Nutzung offener oder geschlossener ausgebildet. Die Fassade reflektiert mit der umlaufenden Pfeilerstellung und den auf die Nutzungen abgestimmten «Füllungen» die beiden Massstäbe des Territorialen und Lokalen.

Nutzungsangebote, Tragstruktur und Flexibilität
Beiden Gebäuden und sämtlichen Nutzungen ist eine bis in die Tiefgarage vertikal durchgehende Tragstruktur auf festem Raster unterlegt. In diesem Raster sind die Fassaden sowie eine Stützenreihe auf der Mittelachse tragend (einzig der Gebäudeteil an der Zürichstrasse besitzt zwei innere Tragachsen). Die gewählte Struktur bietet maximale Flexibilität und Effizienz in der Planung und bei späteren Umbauten.
Die Wohnungen im Gebäude von Turidomus sind grossmehrheitlich Ost-West ausgerichtet und bieten der Orientierung entsprechend – trotz kleinen Wohnflächen – ein «Durchwohnen». Die Wohnungen sind kompakt und praktisch geschnitten. Auf Erschliessungsflächen innerhalb der Wohnungen wurde zugunsten grosser Zimmer und Wohnräume verzichtet.
Die Aussenräume in Form von sehr privaten Loggien sind knapp gehalten, bieten aber mit einer äusseren Verglasung einen hohen Nutzwert als Dreijahreszeiten-Zimmer. Sie vergrössern die eher knappen Wohnungsflächen. Als zusätzliche Aussenräume werden neben dem Gartenhof Dachterrassen für den Sommer angeboten.
Die Wohngeschosse beginnen ab dem zweiten Obergeschoss und sind gegenüber dem Stadtniveau gegen Einsicht gut geschützt. Eine Mehrzahl der Wohnungen verfügt damit auch über Fernsicht ins Glatttal und auf den Zürichberg.
Im Bereich der Gewerbeflächen von Turidomus wurden zwei Nachweise erarbeitet. Zum einen Alterswohnungen um die 40 bis 58 Quadratmeter auf dem ersten Obergeschoss und um den Gartenhof. Zum anderen Wohnateliers im Erdgeschoss mit rund 100 Quadratmetern. Sie verfügen über ein Zwischengeschoss, das privatere Bereiche bietet.
Im Gebäude von Senn werden ebenfalls verschiedene Nutzungsvarianten nachgewiesen. Diese umfassen ein Hotelgeschoss mit Zimmern um die 25 Quadratmeter sowie einige Long-stay-Apartments mit 44 und 56 Quadratmetern. Bei den Büroflächen werden sowohl Einrichtungen von kleinen Einheiten auf Basis von 25 Quadratmetern wie auch Gross- oder Kombibüroflächen aufgezeigt.
Die Gewerbe- und Verkaufsflächen im Erd- und ersten Obergeschoss beider Gebäude können grundsätzlich frei unterteilt werden. An der Zürichstrasse besteht im Gebäude von Senn die Möglichkeit einen Grossverteiler einzumieten.

Zürichseeufer

Oederlin

Das Oederlin-Areal: Eindrücke zum Ort
Auf dem heutigen Oederlin-Areal – flussabwärts am Rand von Baden gelegen – verbinden sich eindrückliche Naturidylle und morbide Industrieromantik auf symbiotische Weise – fast fühlt man sich an die eindringliche Stimmung eines Tarkovsky-Films erinnert.
Dabei ist es weniger das einzelne Gebäude, das hängen bleibt, als vielmehr die Dichte des Ensembles, bei dem die Einzelhäuser zu einem zusammenhängenden Organismus verschmelzen.

Städtebauliche Absichten

a. Städtebau und Naturraum: Bebauung zeichnet flussräumliche Morphologie nach
Prägend für das Oederlin-Areal ist der Fluss- und Talraum der Limmat, der sich an diesem Ort durch eine flache S-Bewegung auszeichnet.
Die vorgeschlagene Bebauungsstruktur zeichnet diese Bewegung nach: Während sich der Bestand, ergänzt durch ein turmartiges Gebäude, als «Knie» in den Flussraum drückt, bildet die Neu- bebauung auf dem Westareal eine nach Süden hin offene «Kehle». Der Stadtraum zeichnet den Naturraum nach.
Die Bebauungsform mit «Knie» und «Kehle» kann formal mit «Strömungsformen» verglichen wer- den: In der Strömung treibende Wasserpflanzen oder geflösstes Holz.

b. Erschliessung: Fortführung bestehender Erschliessungen strukturieren das Areal
Zwei Elemente zeichnen die Erschliessungsstruktur des Oederlin-Areals aus: Zwei Rampen, wel- che das Areal mit der Hauptstrasse verbinden, sowie die arealinterne, flussparallel verlau- fende Fabrikstrasse.
Der Entwurf knüpft an dieser Erschliessungsstruktur an, indem auf dem Westareal eine drit- te Rampe vorgeschlagen und die Fabrikstrasse fortgeführt wird. Die «dritte» Rampe ist zudem Ausgangspunkt für einen flussabwärts gehenden Uferweg.
Die neue Rampe dient nebst der Erschliessung mittels eines weiteren Durchblicks der Struk- turierung der Bebauung zur Hauptstrasse hin. Die weiter geführte Fabrikstrasse setzt die Dramaturgie räumlich gefasster und zum Fluss hin offener Situationen fort.
Diese einfache und in der Situation selbstverständliche Erschliessungsstruktur zoniert drei Bebauungsfelder auf dem Westareal.

c. Nutzung: Nutzungsmischung verzahnt Bestand und Neubauteile
Die heutige Situation auf dem Oederlin-Areal zeichnet sich durch eine vielfältige, durch- mischte (Zwischen-) Nutzung aus.
Das Konzept bestehend aus fünf Modulen ist dahingehend zu hinterfragen, ob auf dem westli- chen Arealteil ausschliesslich gewohnt werden soll oder ob auch da eine grössere Diversität denkbar ist.
Der Entwurf sieht eine Nutzungsverteilung vor, welche die heutige Durchmischung (der Zwi- schennutzung) ein Stück weit beibehält: Es soll sowohl im Bestand als auch auf dem Westareal gewohnt werden, umgekehrt sollen auch im Neubauteil – insbesondere um den ehemaligen Fabrik- hof – Gewerbenutzungen angeboten werden. Der Wohnanteil nimmt nach Westen hin sukzessive zu.

Aussenraum
Der Zugang zum Wasser ist im Raum Baden vielgestaltig und situativ. Neben linearen, Fluss begleitenden Wegen und Promenaden finden sich topografische Situationen, wo die Bebauung hart ans Ufer tritt und der Bezug zum Wasser quer über Balkone, Terrassen und kleinen Plätzen hergestellt ist. Im Areal Oederlin erhält dieser Querbezug durch die mögliche Nutzung der vorgelagerten Inseln des Kanals zusätzliches Gewicht.
Das Oederlin Areal ist eingespannt zwischen Rebhang am Musegg und Limmatraum und gegenüber- liegendem Hinterhofwald. Der landschaftsräumliche Transekt beginnt beim Wald und geht über den Rebhang Musegg, zum Goldwand-Hain, der den Wohngebäuden im Norden Halt verleiht. Die Badstrasse hat ein asymmetrisches Profil: im Norden mit einer zweireihigen Baumreihe, im Sü- den ein Trottoir mit Solitärbäumen und eingeschnittenen Öffnungen für die nach unten füh- renden Rampen zum Platzsystem auf mittlerem Niveau mit Ausblicken zum Fluss. Die Kanalinseln direkt am Wasser sind durch Stege mit dem Areal verbunden.

Wohnungen und Hochhaus

Wohnungen
Wohneigentum und Mietwohnungen sind im städtebaulichen Layout klar zoniert respektive in separaten Bauten zusammengefasst. Ausnahme bildet dabei das Gebäude 2, in dem es sowohl Eigentums- wie auch Mietwohnungen gibt. Die Mietwohnungen befinden sich oberhalb des Fabrik- platzes, wo allenfalls über die vorgeschlagene Restaurantnutzung im «Flachbau 2» Emissionen entstehen können. Aufgrund ihrer Lage bieten sich diese Wohnungen für einen Verbleib im Ei- gentum der Oederlin AG an. Die Eigentumswohnungen sind an privilegierten Lage mit Blick aufs Wasser: in den Gebäuden 1 und 2 sowie beiden Wohntürmen (A2 und Gebäude 257).
Das Projekt bietet im weiteren eine grosse Differenzierung der Wohnraumangebote. Sie rei- chen von Geschosswohnungen (Gebäude 1 und 2, Gebäude 257) über Maisonetten (Turm Baufeld A2 und Sockelgeschosse Gebäude 1 und 2) bis hin zu loftartigem Wohnen (Flachbauten 1 und 2). Während die Mehrzahl der Wohnung südorientiert ist und damit direkte Blicke auf die Limmat bietet, sind die Wohnungen in den beiden Türmen ost-west-orientiert und geben so spektakulä- re Blicke in die Weiten der Talachse frei.

Hochhaus
Die weitere, detaillierte Untersuchung hat gezeigt, dass ein städtebaulicher Akzent im «Flussknie» in Form eine höheren Gebäudes richtig ist und sich in den denkmalgeschützten Bestand zu integrieren vermag.
Die nun vorgeschlagene polygonale Grundform verweist zudem auf die formale Ausgestaltung der Gebäude 1 und 2 auf dem Baufeld A1, während umgekehrt die Flachbauten 1 und 2 am Bestand der Produktionshallen anknüpfen. Über diese Massnahmen werden Bestand und Neubauteile zu einer neuen Einheit verwoben.
Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit wurde das Hochhaus in seinem Flächenverhältnis optimiert und weist nun eine Geschossfläche von rund 450 m2 auf.

Labitzke

Drei Häuser Hohlstrasse: Das Scheibenhochhaus an der Hohlstrasse wird durch vier Treppenhäuser direkt ab der Hohlstrasse erschlossen. Eine durchgehende Stützen-Platten-Struktur ermöglicht eine maximale Flexibilität in der Nutzungszuordnung. Das Erdgeschoss ist als Gewerbefläche konzipiert. Hofseitig können fünf, direkt von aussen erschlossene Atelierwohnungen angeboten werden. Das 1. Obergeschoss eignet sich aufgrund der Raumtiefe bestens für Büronutzungen (Kombibüro) oder Served Appartements. Das Regelgeschoss ist als eine Addition von vier Dreispännern mit jeweils zwei 3.5- und einer 2.5 Zimmerwohnung organisiert. Über ein Schaltzimmer kann der Wohnungsspiegel, den Marktverhältnissen entsprechend, zwischen einer 2.5-Zimmer- und einer 4.5-Zimmerwohnung frei eingestellt werden. Die Wohnungen generieren ihre spezifische Qualität über die grosse Tiefe der Grundrisse und die räumliche Verschränkung des Wohnraumes mit dem Schlafzimmer. Im 9. Und 10. Geschoss werden als eigentliche Penthouses attraktive Maisonettwohnungen vorgeschlagen.
Hofgebäude: Das Hofgebäude schreibt die heutige Identität des Ortes mit den gewerblich genutzten Hallenbauten fort. Von der Wohn- und Spielgasse werden vier fünfspännige Treppenhäuser und die dazugehörenden Veloräume direkt erschlossen. Sechs, stellenweise überhohe Wohnateliers entwickeln sich von der öffentlichen Gasse zum halbprivaten Hofgarten. Im Regelgeschoss werden – der Typologie des Hauses folgend – einfache, gut proportionierte, zirka 50 m2 grosse Hallenräume angeboten. Mittels einer Leichtbau und grossen Schiebetüren kann ein Zimmerbereich abgetrennt werden. In einer mittleren die Grundstruktur des Hauses prägenden Kammerschicht sind grosse Nebenräume und für die 3.5-Zimmerwohnung ein separates Zimmer angeordnet. Jedes Treppenhaus führt auf das Dachgeschoss, von wo über einen kleinen Gemeinschaftsraum ein grosszügiger Dachgarten erreicht wird. Dieser Dachgarten kann im Sinne des urban farming bewirtschaftet werden.
Hochhaus: Das Hochhaus wird von der Albulastrasse über eine zweigeschossige Eingangshalle erschlossen. Gewerbe- und Restaurationsflächen leiten in die Wohngasse über und prägen das öffentliche Zentrum des neuen Ensembles. Vom Erschliessungskern aus werden in den ersten fünf Geschoss acht und in den obersten sieben Geschossen jeweils sieben Wohnungen erschlossen. Die Wohnungen loten das spezifische Potential des Wohnens im Hochhaus aus. Über ein Entree tritt man in einen sich dreiseitig zur Aussicht öffnenden Wohn-/Essraum. Durch die Abtreppung des Wohnbereichs um zwei Stufen wird ein horizontales Panorama über die tiefen Brüstungen nach unten auf die Stadt eröffnet.
Identität des Ortes und Entwicklungsstrategie Die vorgeschlagenen Haustypen sind ganz klar aus den unterschiedlichen Potentialen der jeweiligen Standorte entwickelt. Das Projekt schreibt die Tradition des Ortes fort und überhöht die vorhandenen Identitäten zu unverkennbaren Adressen. So verdeutlicht das Haus an der Hohlstrasse den heutigen Charakter dieser Strasse als urbane, stark frequentierte Erschliessungsader. Die Wohnungen loten das Potential zwischen der urbanen Strassenseite und der ruhigen südlichen Hofseite aus, wo das Haus gleichsam als Terrassenbau in Erscheinung tritt. Das Hofgebäude dagegen steht in der Tradition der flachen und langen von der Albulastrasse in die Arealtiefe stossenden Gewerbehallen. Die heterogene Identität der Albulastrasse wird durch das sich aus einem liegenden Sockel in die höhe entwickelnde Hochhaus weiter betont.
Es liegt auf der Hand, dass die drei Häuser jeweils unterschiedliche Zielgruppen ansprechen sollen. So wurde das Hofgebäude naheliegenderweise für das Zielpublikum der «Urban Avantgard» entworfen. Das Haus an der Hohlstrasse wie auch das Hochhaus entspricht den Wohnbedürfnissen der «etablierten Alternativen». Die Wohnungen im Hochhaus können als verkauft werden.
Nachhaltigkeit und Energienutzung Massgebend für die Einhaltung des geforderten Minergie-P-Eco-Standards sind die kompakte Gebäudevolumetrie des Projektes, die vertikal durchgehende statische Struktur der drei Häuser sowie das verhältnissmässig kleine Untergeschoss (ein Grossteil der Veloräume und anderer Nebenräume ist oberirdisch angeordnet). Ebenso wichtig für die Nachhaltigkeit des Projektes ist die flexible Gebäudestruktur (Stützen/Platten) beim Hochhaus und dem Längsbau an der Hohlstrasse, welche spätere Umbauten zulassen, sowie die dauerhafte und deshalb unterhaltsarme Ausbildung der Fassade mit vorgeblendetem Klinker.
Als Lüftungskonzept wird für jedes Haus eine kontrollierte Lüftung mit zentralen Steigzonen und einer Zentrale im Untergeschoss vorgeschlagen. Für den sommerlichen Wärmeschutz verfügen alle Fenster über eine konventionellen, aussenliegenden Sonnenschutz.

Städtebau Hinter dem Projekt steht eine klare städtebauliche Grundabsicht: Aufgrund der Arealgrösse, des Quartiercharakters und der Lage des Grundstückes in der Stadt soll hier keine «Siedlung» oder sogenannte Arealüberbauung entstehen, sondern «Städtebau» im wörtlichen Sinne betrieben werden – die Neubauten sollen die bestehende Stadtstruktur weiterentwickeln und neu prägen. Es geht nicht um ein städtebauliches Implantat, sondern um eine Interpretation der Stadt.
Aus diesem Grund werden drei verschiedene, je spezifische Gebäude vorgeschlagen, die sich ebenso stark auf die bestehende Stadt beziehen, wie sie untereinander Verbindungen eingehen. An der Hohlstrasse wird ein scheibenförmiger Längsbau vorgeschlagen, der die prägnante räumliche Fassung der Hohlstrasse weiterentwickelt und mit den geplanten Hochhausscheiben auf der gegenüberliegenden Strassenseite in Verbindung tritt, ohne dabei eine Torsituation zu erzeugen, wie das bei einem Hochpunkt der Fall wäre. Zum Arealinnern bietet der Bau einen guten Lärmschutz.
Die zwei anderen Gebäude liegen an der Albulastrasse, welche gewerblich geprägt ist und deshalb einen disperseren Gebäudebestand aufweist. Das vorgeschlagene Hochhaus steht direkt an der Strasse und weist in seinen Proportionen einen gedrungenen Charakter auf. Die horizontale Fassadengliederung strebt nicht nach der städtischen Eleganz eines «City Towers», sondern verankert den Bau am Ort. Der zweite, flache Bau entwickelt sich von der Hohlstrasse in die Arealtiefe und vermittelt zwischen Strasse und «Hofraum». In seinem Erdgeschoss werden Wohnateliers angeboten, die wesentlich den unmittelbaren, gemeinschaftlich-öffentlichen Aussenraum prägen.

Umgebung Auch der Aussenraum folgt der eingangs formulierten Ausgangsthese: Er wird nicht als «Vorbereich» der Gebäude verstanden, sondern als verbindender Stadtraum, dem eine mindestens so starke Gestaltpräsenz zukommt, wie den Gebäuden selbst. Diese Bedeutung und Wirkung wird im wesentlichen durch einen zusammenhängenden Baumkörper erzeugt, der sich zwischen Hohl- und Albulastrasse spannt und seitlich in bewegungsberuhigte Aussenräume ausgreift – ein Boskett auf Chaussierung vor dem Hochhaus sowie eine grüne Spielfläche beim Längsbau. Das Blätterdach dieses Baumkörpers fasst eine Wohn- und Spielgasse, die einen selbstverständlichen Übergang zwischen Öffentlichkeit und Privatheit schafft. Ihre informelle Möblierung schafft verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, ohne den durchgehend öffentlich zugänglichen Raum stark zu determinieren. Auf der gegenüberliegende Seite fasst das Hofhaus einen ruhigen Kiesgarten.
In den Strassenräumen wird, wie im Quartier üblich, der Asphalt an die Gebäude herangeführt. Darin eingelassen sind Baumscheiben von der Allee an der Hohlstrasse sowie für Einzelbäume an der Albulastrasse. Hier befinden sich zudem die Besucherparkplätze (Hohl- und Albulastrasse) sowie die im Gebäudesockel des Hochhauses liegende Tiefgarageneinfahrt, sodass das Arealinnere frei ist von Autoverkehr.
Ausdruck Eine weitere Verbindung zwischen den drei Gebäuden schafft die durchgehend gleiche, jeweils auf den Charakter des Gebäudes abgestimmte Fassadenmaterialisierung mit vorgeblendetem Klinker. Beim Hochhaus sind das schwarze, im Raster verlegte Klinkerplatten, die mit den breiten hellen Aluminiumrahmen der Verglasungen kontrastieren. Beim flachen «Hofgebäude» werden hell geschlemmte Backsteinplatten vorgeschlagen. Die Homogenität und «Weichheit» der Erscheinung nimmt Bezug auf die haptische Nähe in der Wohn- und Spielgasse. Der Längsbau schliesslich wird mit bräunlich-rötlichem Klinker verkleidet, der die physische Schwere und lagernde Präsenz des Baukörpers unterstreicht.