Neuwiesen

Die städtebauliche Idee sieht eine Reihung von vier Baukörpern vor, die ausgehend vom westlich gelegenen Zeilenbau auf dem Diener-Areal eine rhythmische Folge von alternierend einer niederen Zeile mit vier Geschossen und einem höheren Gebäude mit sieben Geschossen aufbaut. Mit dieser Folge wird eine differenzierte Silhouettenbildung entlang der Luegislandstrasse respektive dem Ueberlandpark geschaffen sowie gute Belichtungssituationen in den Wohnungen und Aussenräumen geboten. Über eine feine Paarbildung zwischen je einem niederen und einem hohen Haus werden zudem unterschiedliche Aussenräume etabliert: Zwei etwas schmalere und stirnseitig offene Höfe eignen sich für private Gärten, welche von den erdgeschossigen Maisonetten genutzt werden, während der zentrale breitere Aussenraum gemeinschaftliche Flächen aufnimmt. Unter den über Heckenkörper und Einfriedungen gefassten, privat genutzten Gartenräumen finden jeweils effiziente Tiefgaragen Platz. Der mittlere, gemeinschaftliche Hof ist frei von Unterbauung – hier können hochstämmige, grosse Bäume wachsen und wichtige Bestandsbäume erhalten werden.
Das differenzierte Wohnraumangebot setzt auf zwei Typologien. In den bodennahen Zeilen finden sich vorrangig zwei übereinander liegende Maisonetten. Diese sind mit 4 ½-Eco- bis 5 ½-Zimmerwohnungen prädestiniert für Familien. Weitere solche Maisonetten finden sich auch partiell in den ersten zwei Geschossen der hohen Gebäude. Die überwiegende Mehrzahl bilden jedoch die Geschosswohnungen der oberen Geschosse in allen Grössen und unterschiedlichen Zuschnitten. Sämtliche Grundrisstypen sind aus den Fügungsprinzipien der Holz-bauweise und der Medienerschliessung entwickelt.
Ein wesentlicher Parameter einer wirtschaftlichen Realisierung gründet im Boden: Die Beschaffenheit des Baugrundes bedingt eine Pfahlfundation. Diese wird unter zwei Prämissen ökonomisch und ökologisch optimiert: Zum einen reduziert der reine, konstruktive Holzbau vergleichsweise geringe Lasten auf die Fundation. Anderer-seits kann durch die Unterbringung die Abstellräume in den Maiso-nettewohnungen die Untergeschossfläche beträchtlich minimiert werden. Daraus resultiert weniger Aushub.
Die Konstruktion, Materialisierung und der Ausdruck der Ersatzneubauten folgt dezidiert der Absicht, dem Abschnitt an der Autobahn-einhausung und dem zukünftigen Ueberlandpark ein Gepräge zu geben, das die ererbten gartenstädtischen Qualitäten mit einen hybrideren und komplexeren Stadtbild verbindet. Dieser Ausdruck sucht ein Gleichgewicht zwischen physischer Präsenz und Fragilität, die insbesondere im tektonischen Aufbau der Fassaden artikuliert wird. Jedem Bauteil wird ein bestimmtes Mass an Autonomie zu-gestanden und so der additive Aufbau und verkleidende Charakter der Holzbauarchitektur herausgearbeitet. Die hängenden Balkone, Laubengänge und Treppen tragen einen wesentlichen Beitrag zum Charakter, der Gliederung und Rhythmisierung der knapp achzig Meter langen Gebäudezeilen bei. Indem diese Konstruktionen den Stadtboden nicht berühren, nehmen sie Bezug zur Ebene des Ueberlandparks und lassen die Häuser schlanker, leichter und aneigenbarer erscheinen.

Trevano

Tobias-Mayer-Quartier

Hauptbahnhof

Heidelberg

Steilshoop

Bell

Zahnmedizin

Hochhaus

Maag

Grossalbis

Witikon

Im Gegensatz zu anderen eingemeindeten Quartieren hat sich Witikon nicht nach städtebaulichen Leitbildern weiterentwickelt, sondern ist eher wie eine Agglomerationsgemeinde gewachsen. Um die alten Kerne haben sich zeittypische Siedlungsbauten angelagert, der Strassenbau folgte dem additiven Prinzip und besitzt wenig Ordnungskraft. Der gemeinsame Nenner ist eine offene, durchgrünte Bebauung. Diese Raumqualität verändert sich mit den zunehmenden Dichten.
Die Wohnüberbauung Buchholzstrasse vermittelt dabei zwischen dem Bestand und einer zukünftigen Stadtform. Sie baut auf der Verkettung von acht Einzelhäusern auf und schafft darüber eine vielgliedrige Grossform. Sie ist im Inneren wie auch zur Strasse hin raumgreifend: eine Gleichgewichtsfigur von umbautem und offenem Raum. Teil dieser Figur ist eine grosse Zahl an Baumpflanzungen.
Die acht Häuser mit rautenförmiger Grundfläche tragen eine gemeinsame Grundrissgrammatik. Die Wohnräume liegen dabei peripher in den vier Spitzen der Raute. Mit den beidseitigen Bandfenstern sind sie hell, bieten Bezüge ins Innere wie auch in die Nachbarschaft und schaffen darüber eine Wohnform mit starkem Aussenbezug, gleichsam ein Wohnen auf einer «Terrasse in den Bäumen».

> Lageplan

Holliger

Bergacker

Bundeswehrhochhaus

Buchwiesen

Die genossenschaftliche Wohnsiedlung Buchwiesen in Zürich-Seebach baut auf zwei Ideen auf. Es ist ein Projekt, welches das Wohnen in Zürichs Gartenstadt im Zuge der Verdichtung neu formuliert. Dabei wird der isotopische Freiraum im vorherrschenden Zeilenbau aufgegeben und stattdessen in grossen Gartenhöfen konzentriert. Die offenen Höfe werden über viergeschossige Baukörper gefasst, die sich aus schlanken Zeilen sowie Gelenk- und Kopfbauten zusammensetzen. Diese Grossformen bilden im Innern gemeinschaftliche und nach Aussen private Freiräume aus. Die Wohnungen besitzen gleichzeitig Weitblicke ins Innere der Siedlung und hinaus in die Landschaft.
Die zweite Idee betrifft das vielseitige Wohnraumangebot, das auf zwei Typologien setzt. In den zeilenförmigen Abschnitten finden sich jeweils zwei übereinander liegende Reihenhäuser, welche erdgeschossig sowie über einen Laubengang im obersten Geschoss erschlossen sind. In den Kopf- und Gelenkbauten werden kleinere Geschosswohnungen angeboten. Die gewerblichen und gemeinschaftlichen Nutzungen sind in den Erdgeschossen der Gelenkbauten untergebracht.
Die Häuser haben ein leichtes und buntes Fassadenkleid mit hölzernen Lisenen und kleinteiligen Eternitschindeln. Die Lisenen fassen die Fenster und gliedern die langen Abwicklungen. Pergolen verbinden die Baukörper mit dem Garten und dem Himmel. In der fröhlichen Farbigkeit klingen Assoziationen an Bruno Taut’s Berliner Wohnsiedlungen an.

Heinrich Areal

Austrasse

Hochhaus Pi

Thurgauerstrasse