Zürich-Witikon, 2020–2025
Studienauftrag, 2019, 1. Preis
Im Gegensatz zu anderen eingemeindeten Quartieren hat sich Witikon nicht nach städtebaulichen Leitbildern weiterentwickelt, sondern ist eher wie eine Agglomerationsgemeinde gewachsen. Um die alten Kerne haben sich zeittypische Siedlungsbauten angelagert, der Strassenbau folgte dem additiven Prinzip und besitzt wenig Ordnungskraft. Der gemeinsame Nenner ist eine offene, durchgrünte Bebauung. Diese Raumqualität verändert sich mit den zunehmenden Dichten.
Die Wohnüberbauung Buchholzstrasse vermittelt dabei zwischen dem Bestand und einer zukünftigen Stadtform. Sie baut auf der Verkettung von acht Einzelhäusern auf und schafft darüber eine vielgliedrige Grossform. Sie ist im Inneren wie auch zur Strasse hin raumgreifend: eine Gleichgewichtsfigur von umbautem und offenem Raum. Teil dieser Figur ist eine grosse Zahl an Baumpflanzungen.
Die acht Häuser mit rautenförmiger Grundfläche tragen eine gemeinsame Grundrissgrammatik. Die Wohnräume liegen dabei peripher in den vier Spitzen der Raute. Mit den beidseitigen Bandfenstern sind sie hell, bieten Bezüge ins Innere wie auch in die Nachbarschaft und schaffen darüber eine Wohnform mit starkem Aussenbezug, gleichsam ein Wohnen auf einer «Terrasse in den Bäumen».
> Lageplan
Mitarbeit Wettbewerb
Ron Edelaar, Elli Mosayebi, Christian Inderbitzin, Sara Lazarevic, Laura Stock, Maximilian von Zepelin
Mitarbeit Planung und Ausführung
Ron Edelaar, Elli Mosayebi, Christian Inderbitzin, Christian Franke, Anna Kessler, Géraldine Storb, Jannik Achenbach, Yvo Corpataux, Inès Rausis
Bauherrschaft
Noldin Immobilien AG, Zürich
Baumanagement: Wild Baumanagement GmbH, Winterthur
Landschaftsarchitektur: EMI Architekt*innen, Zürich
Ingenieur: Ferrari Gartmann AG, Chur
Holzbauingenieur: Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, Zürich
HLS-Planung: 3-Plan AG, Winterthur
Elektroplanung: Schäfer Partner AG, Lenzburg
Bauphysik: durable Planung und Beratung GmbH, Zürich
Fotos
Roland Bernath