Hochhaus Pi

Köchlistrasse

Thurgauerstrasse

Grevas

Koch-Areal

Glaubten

Goldbrunnenstrasse

Papieri

Universitätsspital

Habüel

Pfäffikon

Das Haus steht etwas abgerückt von der Strasse auf einer grossen Wiese. Es misst vierzig auf achtzehn Meter in der Grundfläche, hat vier Geschosse und ein Dach. Auf der offenen Südseite spiegelt sich das Astwerk der alten Bäume in der Glasfassade der Laube. Das Haus ist etwas zwischen Gewerbegebäude und Palazzo.
Zunächst haben wir uns gefragt, wie man abseits der Zentren, auf dem sogenannten Land wohnen könnte. Entstanden sind Wohnungen mit einfachen, grossen Räumen, immer gleichen Zimmern, hohen Türen und einer hölzernen Laube. Die Materialien sind fast ein wenig rustikal, die Konstruktionen handwerklich und robust.
Und wir haben bei der Arbeit ein paar Entdeckungen gemacht: Beispielsweise das Potential der Spenglerarbeiten für den architektonischen Ausdruck oder die Bedeutung von Nebenbauten zur Verankerung eines so grossen Hauses in der Umgebung – mit dem Velohaus an der benachbarten Brandwand, dem Rundpavillon auf der Wiese oder den Pergolen und Mauerfragmenten zwischen Haus und Strasse.
Das Haus an der Schulstrasse ist unser kostengünstigstes Projekt: für weniger als zehn Millionen Franken konnten wir hier fast vierzig Wohnungen bauen.

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Chliriet

Das Schulhaus ergänzt das offene, von der Landschaft geprägte Gefüge im Chliriet mit einer bestehenden Mehrzweckhalle, den Sportanlagen und alten Bäumen. Es steht als langes, schmales und flaches Haus am begrenzenden Flurweg und spannt mit der Mehrzweckhalle einen grossen Pausen- und Zugangsraum auf. Das ausladende Flugdach trägt zu dieser Fassung bei und gibt der Architektur ihren eigenen Ausdruck.
Das zweigeschossige Haus ist ein Holzskelettbau und regelhaft aufgebaut. In den dreizehn Achsen finden jeweils einbündig die Unterrichtszimmer Platz. Sie sind alle auf das offene Kulturland im Osten gerichtet. Die Erschliessungs- und Gruppenräume sind dem Pausenplatz zugewandt. Über die Wandelhalle im Erdgeschoss werden mit einer Serie von Treppen die Cluster mit Vorräumen, Klassen- und Gruppenzimmern im Obergeschoss erreicht.
Zur einfachen Fügung des Holzbaus kommen sämtliche weiteren Elemente additiv hinzu und bleiben über ihre Farbe eigenständig. Im Haus ist alles bunt: es gibt keine Materialfarbe und auch kein Weiss. Der Innenraum entsteht über das Zusammenwirken der einzelnen Farben. Die Polychromie nimmt das Leben des Schulalltags vorweg.

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Riedacker

Die zwei grossen Häuser der genossenschaftlichen Wohnsiedlung Riedacker stehen in einem heterogenen Gefüge zwischen der Altwiesen- und Dübendorferstrasse. Hier geht die Gartenstadt von Steiner über in die Ensembles der Spätmoderne. Im unmittelbaren Kontext gibt es Einfamilien- und Gewerbehäuser sowie eine Kirche. Die beiden Häuser bekennen sich zu den gartenstädtischen Qualitäten von Schwamendingen, interpretieren diese aber in einer eigenständigen Figur und in einer neuen Wohnform.
Im Zentrum dieses Wohnens steht ein grosser quadratischer Raum, der jeweils eine Gebäudeecke besetzt. Der Raum wird über zwei diagonal eingestellte, verglaste Membranen in die Küche, den Wohnraum und eine Terrasse geteilt. Wir haben dieses Raumgefüge mit einer Laube verglichen, vom Wohnen auf einer grossen Terrasse gesprochen. In den vier- und fünfgeschossigen Häusern wird das Wohnen am Garten gewissermassen gestapelt.
Die gestaffelten Baukörper werden von einer dünnen Fassadenhaut mit einem feinmaschigen Netz aus Aluminium, Glas und Holz umspannt. Die lichten Innenräume gehen über in dunkle, mineralisch materialisierte Treppenhäuser, die ihrerseits Aussenraumqualitäten aufweisen – die Laube einer jeden Wohnung ist bildhaft gesprochen direkt von aussen zugänglich und dennoch Teil eines inneren Kollektivs.

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Neufeld

Das Neufeld – ein parkartiger Campus
Das Neufeld beschreibt noch heute einen parkartigen, allmendgleichen Raum zwischen dem Rand der Stadt Bern und dem Grossen Bremgartenwald. Seit der hier angesiedelten Landesaustellung in den 1910er Jahren und der SAFFA Ende der 1920er Jahre auf dem Viererfeld ist der Landstreifen kontinuierlich mit räumlich offenen Anlagen für Bildung, Sport und Erholung bebaut worden. Westlich der Neubrückstrasse findet sich ein Feld mit dicht platzierten Sportfeldern für Fussball und Tennis, zur Kreuzung Bremgartenstrasse besetzen die Sporthallen des Zentrum Sport und Sportwissenschaft das Terrain. In diesem Feld kommt nun auch die neue Schwimmhalle zu liegen.
Das Areal ist über ein feines Netz von öffentlichen Fusswegen durchlässig. Aufgrund des leicht ansteigenden Terrains erhält man ab einer Höhe von zirka zehn Metern ab Boden Weitsichten in östlicher und südlicher Richtung über die Sportfelder zum Gymnasium respektive zum Stadtzentrum mit dem Berner Münster und den Alpen. Mit der anstehenden Entwicklung des Viererfeldes wird das Quartier zu einem wichtigen städtischen Entwicklungsgebiet.

Die Idee – die Schwimmhalle als «Sportfeld» und Teil des bestehenden Gefüges
Die neue Schwimmhalle wird als einfaches und kompaktes Volumen mittig im Perimeter gesetzt und lässt sowohl südlich wie nördlich Raum zur anschliessenden Bebauung offen. Damit bleibt die freiräumliche Kontinuität zwischen Neu- und Viererfeld bestehen. Voraussetzung für diese Setzung bildet eine Verschiebung der Aussensportanlage des ZSSw. Der Zugang zur Schwimmhalle erfolgt von der Neubrückstrasse aus.
Das Gebäude gliedert sich in einen massiven Sockelbau, der allseitig leicht auskragt und so über dem Terrain ein «schwebendes» Plateau für die Schwimmnutzungen etabliert. Über diesem Plateau wird eine äusserst filigrane, gläserne Halle errichtet, welche die Schwimmebene umschliesst. Mit dem Plateau werden die Schwimmbecken auf ein Niveau gehoben, bei dem sie in Bezug zu den bestehenden und neuen Sportanlagen leicht erhöht liegen, gleichzeitig aber Teil des dichten Clusters aus Sportfeldern werden: Die Schwimmhalle wird als weiteres «Sportfeld» im bestehenden Gefüge aus Sportanlagen verstanden. Die orthogonale Anordnung der einzelnen Felder mit dazwischen liegenden Wegen setzt sich im Innenraum und der Organisation der Schwimmhalle fort. Die feine Ausdrehung der Fassade an der Neubrückstrasse ist nicht dem Strassenraum geschuldet, sondern Ausdruck dieser inneren Disposition.
Mit diesem einfachen Aufbau und der allseitig offenen, gläsernen Halle wird das Schwimmbad als weiteres öffentliches Gebäude im Neufeld verortet und bringt seinen Charakter als «Volksbad» für die breite Berner Bevölkerung, die Schulen und den Vereinssport zum Ausdruck. Für Wettkämpfe bietet sie einen repräsentativen Rahmen.
Westlich der Schwimmhalle werden die Tennisanlage und das anschliessende Rasenfeld ebenfalls in der vorgefundenen, orthogonalen Grundstruktur neu angelegt. Die drei Tennisfelder, die saisonal mit einer Traglufthalle überdeckt sind, liegen abgerückt von der Schwimmhalle: Das Volumen der Tennishalle wird entsprechend in die Situation integriert. Das erhaltenswerte Klubhaus wird abgebaut und über einem neuen Untergeschoss, das den zusätzlich geforderten Raum schafft, an der zentralen, querenden Wegverbindung wieder aufgebaut.

Erdgeschoss – eine «Unterwasserwelt» zwischen den Schwimmbecken
Über den eingezogenen und witterungsgeschützten Eingang an der Neubrückstrasse gelangt der Besucher in den hallenartigen Empfangs- und Bistrobereich. Die Eingangshalle erhält Tageslicht über die verglaste Eingangsfront und die seitlichen Bullaugen des Sprungturmbeckens: Der Besucher bewegt sich im Moment des Eintritts in eine «Unterwasserwelt» zwischen den Schwimmbecken. Über die mattierten, blickdichten Gläser der Bullaugen wird eine Lichtstimmung aufgebaut, die auf die darüber liegende Schwimmhalle verweist.
Nach dem Eintritt in die Halle begibt sich der Besucher entlang der Schliessfächer und der Schuhregale in die Garderoben, welche geschlechter- und betriebsgetrennt organisiert werden können. Der linke, südliche Garderobenflügel dient dem Alltagsbetrieb, bei hohem Besucherandrang oder Veranstaltungen kann der rechte Flügel zugänglich gemacht werden. Nach dem Umkleiden bewegt sich der Badegast im «Barfussbereich» entlang den Bullaugen des 50-Meter Beckens in einem Erschliessungsraum mit gedämpftem Licht in Richtung Duschen/Toiletten zur grossen Wendeltreppe, welche auf die Schwimmebene führt. Dort wird der Badegast von einer hellen, weiten und offenen Halle empfangen.
Die Materialisierung und Farbigkeit des Erdgeschosses mit Eingang, Garderoben- und Duschräumen schafft mit keramischen und glänzenden Oberflächen in dunkleren Farbtönen eine eigene, intensive Stimmung, welche mit der darüber liegenden Halle kontrastiert, aber gleichzeitig auf die folgende Badewelt verweist.

Obergeschoss – Schwimmen auf einem Plateau
Der Eintritt in die Schwimmhalle über die beiden grossen Wendeltreppen erfolgt lateral, aber in der zentralen Mittelachse, sodass die drei Bereiche von Schwimm-, Sprung- und Lernschwimmbecken gleichwertig erschlossen sind. Die drei Becken sind Teil des einen Hallenraums, gleichzeitig werden sie über einen Galerieeinbau räumlich gegliedert. Das Lernschwimmbecken lässt sich über in die Konstruktion eingelassene Verglasungen auch akustisch abtrennen.
Daneben übernimmt der Galerieeinbau aussteifende Funktionen im Hallenbau und fasst im östlichen Arm der T-förmigen Figur sämtliche kleinräumigen, dienenden Funktionen wie Räume für den Bademeister, die Sanität, Material etc. Hier wird zudem über eine dritte Vertikalerschliessung eine räumliche Erweiterung aus dem Zugangsgeschoss angeboten, welche primär Besuchern dient, die selber nicht baden, aber den Zugang auf die Schwimmebene suchen (beispielsweise Eltern, die ihre Kinder abholen).
Im oberen Geschoss des Halleneinbaus und in Verbindung mit dem offenen Galeriebereich sind die Übungs- und Schulungsräume untergebracht. Die Galerie bietet im Normalbetrieb eine Rückzugs- und Ruhebereich, welcher von den Badegästen genutzt wird. Aufgrund der Höhenlage dieser Räume öffnet sich hier der Blick durch die Schwimmhalle bis zum Berner Münster und in die Alpen. Während Veranstaltungen beziehungsweise Wettkämpfen wird der Zugang auf die Galerie für Zuschauer über die dritte, nordöstliche Treppe geöffnet. Weitere 400 Zuschauerplätze werden während Wettkämpfen auf einer mobilen Tribüne auf der Schwimmebene längs zum 50-Meter Schwimmbecken angeboten.
Die Stahlkonstruktion der Schwimmhalle ist komplett in Weiss gehalten, was zur beabsichtigten Leichtigkeit und Entmaterialisierung der Konstruktion beiträgt. Über die glatte, aber fein perforierte Untersicht wird eine angenehme Akustik sichergestellt. Die glänzende Oberflächenbehandlung der Deckenpanele reflektiert die Bewegungen des Wassers und bringt den Raum in eine feine «Schwingung». Die Decke dient zudem als Reflektor für die künstliche Belichtung: sie wird über Strahler – frei im Hallenraum stehende «Kandelaber» – von unten angestrahlt und verteilt so indirekt und gleichmässig das Kunstlicht im Innenraum. Mit dieser Beleuchtungsidee werden die Lichtemissionen bei Nacht in die Umgebung minimiert.

Aussenraum und Landschaftsarchitektur
Die Freiraumgestaltung knüpft an das Umfeld an und führt bestehende Strukturen zu einem Ganzen fort. Eine ruhige, grüne Grundgestaltung aus Blumenwiesen, Ruderalflächen und einheimischen Gehölzgruppen bildet das Gerüst der Sportanlage. Eine übergeordnete Freiraumachse führt vom Bremgartenfriedhof bis zum Stadtpark Viererfeld. Ein abschliessender, kleiner Platz spannt sich zwischen der Schwimmhalle und der Achse auf und bildet mit der Bushaltestelle einen attraktiven Ankunftsort und Treffpunkt sowie den Übergang der Freiraumachse in den Stadtpark. Der Strassenraum Neubrückstrasse ist geprägt von der Allee und den spielerischen Grünflächen, die auf die verschiedenen Eingangszonen reagieren. Der Eingang zur Schwimmhalle ist durch die Wegführung und den leichten Einzug gut auffindbar. Die Polleranlage ist im Betrieb berücksichtigt, die Parkplätze und Vorfahrt sind stets zugänglich. Durch die vernetzenden Ruderalflächen zwischen den Feldern und entlang der Freiraumachse werden die Freiräume miteinander verflochten und die Sportanlage zu einem Gesamtensemble zusammengefügt.

Stampfenbach

Mit dem Auftrag zum Bau von Kleinwohnungen an der Stampfenbachstrasse haben wir nach einem Wohnraum gesucht, der jenseits einer «verkleinerten» Familienwohnung als auch eines platten Einraum-Lofts zu verorten ist. Die Idee für ein solches Wohnen baut auf der Vorstellung eines «performativen Raumes» auf, der sich individuell dem Bewohnenden anpasst: Ähnlich einem Kleid legt er sich um den menschlichen Körper, lässt sich öffnen und schliessen, bietet für den leichten Hausrat unterschiedliche «Taschen» und Stauräume.
Im Sinne dieser Performanz wurden die grundlegenden Elemente der Architektur neu gedacht: Boden und Decke, Türen und Wände, Einbauten und Möbel, Fenster, strukturelle Elemente, Vorhänge, Spiegel etc. Neben beweglichen Elementen sind insbesondere fassadenseitige Podeste von Bedeutung. Hier wird der Boden zur Sitz- und Liegefläche. Damit verknüpft ist die Idee eines Wohnens mit wenig Mobiliar. Vor der Realisierung wurde exemplarisch eine Wohnung mit einem Mock-up an der ETH Zürich erforscht.
Das Haus an der Stampfenbachstrasse besetzt eine Eckparzelle gegenüber des Beckenhofes, schliesst auf einer Seite an den Bestand an und lässt strassenabgewandt einen kleinen Hof frei. Der vorfabrizierte Holztafelbau mit Massivholzplatten (CLT) bei Wänden und Decken baut auf bestehenden Untergeschossen auf. Aussen ist das Haus mit einer dünnen, metallischen Haut bekleidet, die das Innere verbirgt.

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Folgende Sponsoren und Partner haben zum Erfolg des Mock-up Projekts beigetragen:
Engel & Völkers Schweiz, Flück Holzbau AG, KLS Müller AG, moyreal immobilien ag, Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, UTO Real Estate Management AG, Verit Immobilien AG, ABB, Argolite AG, Blumer Techno Fenster AG, Böni Gebäudetechnik AG, Christian Fischbacher Co. AG, Ehrat AG, Electrolux AG, Gerflor FEAG AG, Gutknecht Elektroplanung AG, Hansgrohe, Holz Stürm AG, KEIMFARBEN AG, Miele AG, Neumarkt 17 AG, Pfister PROFESSIONAL AG, riposa AG SWISS SLEEP, Preisig AG, REPOXIT AG, Sanitas Troesch AG, Schibli Elektrotechnik AG, Sika AG, SPLEISS AG, Urech Metallbau GmbH, WB Bürgin AG, wlw Bauingenieure AG

Hegibachplatz

Die vier neuen Häuser am Hegibachplatz bieten 50 Wohnungen für Menschen im dritten Lebensabschnitt an. Das eine Haus sitzt entlang der Hofackerstrasse und stellt sich in die Reihe der aufgelockerten Blockrandgebäude um den Hegibachplatz. Die anderen drei Häuser sind von aussen gesehen quasi inexistent und ordnen sich den bestehenden, teils gewerblich genutzten Hofbauten zu. Anstelle einer Siedlungsbildung wird hier an der gewachsenen Stadt weitergebaut.
Das Haus an der Strasse sitzt auf der rund hundertzwanzigjährigen Stützmauer aus Sandstein, ist mit dämmendem Backstein monolithisch gebaut und verputzt. Alle Wohnungen sind sowohl zum Hof wie auch auf den südlich gelegenen Hegibachplatz ausgerichtet. Sie erhalten dadurch viel Sonne, Aussicht und nehmen am städtischen Treiben am Platz teil.
Die drei Häuser im Hof erscheinen durch die verkleidete Holzfassade leicht und wachsen wie Bäume in den Himmel. Aufgrund der baulichen Dichte weichen sie sich gegenseitig aus, betten sich jedoch gleichzeitig in einen üppigen Garten. Häuser und Garten steigern sich so zu einer atmosphärischen Dichte. Die Wohnungen sind entsprechend ruhig, schattig und kontemplativ.

Carmenstrasse

Haus am Ende der Strasse
Das neue Haus steht an einer besonderen Stelle. Es kommt in den letzten verbliebenen Villengärten zwischen Carmenstrasse und Sennhauserweg zu liegen. Noch bis in die 1940er Jahre bestimmten wenige bürgerliche Wohnhäuser entlang der Carmenstrasse sowie talseitig des Sennhauserweges die Situation. Dazwischen lagen grosszügige, südorientierte Gärten. Ein erstes Gartengrundstück wurde 1948 mit dem Sennhauserweg 19 bebaut. Erst 1981 folgten die beiden abgedrehten Betonhäuser mit den Nummern 13 und 8a. Beide Bauten sind in ihrer Art zeittypisch und bezüglich des Ortes zunächst eher unspezifisch.
Gleichwohl tragen die beiden Nachbarsbauten zu einer spezifischen Stimmung bei, die von der Lage am «Ende der Strasse» und einem Konglomerat sehr unterschiedlicher Bauten herrührt. Auf der Höhe des Perimeters weitet sich der Sennhauserweg zu einem Wendehammer und geht über in einen Fussweg. Bezüglich der Bauten ist im Weiteren der Kindergarten von Bruno Giacometti aus dem Jahr 1949 zu erwähnen. Durch ihn erhält die Schulanlage Illgen Anstoss am Sennhauserweg.
Mit dem neuen Haus wird eine wiederum eigenständige Architektur vorgeschlagen. Über seine Volumetrie, die Proportionierung, Materialisierung und Farbigkeit besitzt der Neubau aber auch vermittelnde Qualitäten. Das Volumen baut auf der Verschränkung zweier würfelförmiger, zueinander verdrehter Körper auf. Das Haus schliesst orthogonal an der Strasse an und «befreit» sich im Garten. Damit wird einerseits das Verhältnis zum Pfarrhaus geklärt (keine Frontalität), andererseits werden Bezüge zum Nachbarn im Nordwesten hergestellt. Das Volumen bringt aber auch die beiden ungleichen, hintereinander liegenden Wohnungen zum Ausdruck.
Das leichte, weiss gestrichene hölzerne Fassadenkleid mit den schmalen Fenstern erzählt von einem pavillonartigen Haus im Garten (nicht unähnlich den Doldertalhäusern) und spielt auf die filigrane Fassadenarchitektur des Giacometti-Baus an. Das neue Haus ist eigenständig – seine kontextuellen Bezüge sind subtil, vieldeutig und allenfalls auf einen zweiten Blick erkennbar.

Atelierwohnen
Die beiden ungleich grossen Wohnungen liegen vom Sennhauserweg her gesehen «hintereinander» – die kleine befindet sich an der Strasse, die grosse im Garten. Aufgrund der Abwicklung des Baukörpers verfügen beide Wohnungen über ähnliche Qualitäten: Sie erhalten am Morgen und Nachmittag Sonnenlicht in der Küche und später am Tag Abendsonne im Wohnraum. Die Wohnräume bieten eine Fernsicht über die tieferen Nachbarbauten im Westen. Beide Wohnungen orientieren sich deshalb zum «Tal» und der Stadt. Die Zimmergruppe im Osten gewährt dem neu angelegten Garten des Pfarrhauses die nötige Privatsphäre.
Die Bezeichnung «Atelierwohnen» ist natürlich ungenau. Trotzdem trifft sie einige Eigenschaften der entworfenen Wohnform. Es sind Wohnungen mit offenen, wenig determinierten Wohnräumen und einem gewissen Mass an «Informalität». Prägend für den Innenraum sind die schmalen, seriell gesetzten und raumhohen Eckfenster sowie die freistehenden Küchen, die mit verglasten Türen und Oblichtern ein Entree ausbilden und den Wohnraum formen.
Die Wohnungen werden direkt aus dem Lift erschlossen, auch darin unterscheiden sie sich von einem «bürgerlichen» Wohnhaus. Mit Garderobeschränken, einem Reduit und grossen Küchen verfügen sie über viel Stauraum mit hohem Gebrauchswert. Das Zimmer im Westen ist ein Schaltzimmer, hier kann zwischen 1- und 5-Zimmer- resp. 2- und 4-Zimmer-Wohnung gewechselt werden. Die Wohnungen lassen sich über einen Durchgang neben dem Lift zusammenschliessen (bspw. für ein «Generationenwohnen» von Grosseltern und Familie).

Weisses Holz
Das hybrid konstruierte Haus besteht im Innern aus einem konventionellen Massivbau mit Mauerwerk und Ortbeton. Die Fassaden werden aus nichttragenden, ausgedämmten Holzelementen gebildet, die aussen mit schmalen, gehobelten und weiss lasierten Hölzern verkleidet werden. Die ebenfalls weissen Fenster mit schmalen, raumhohen Flügeln sind aussen angeschlagen und prägen zusammen mit der Schalung den leichten, papierenen Fassadenausdruck. Die Rollen der textilen Fallarmmarkisen sind im Sturzbereich aussen aufgesetzt. Der Balkon zum Sennhauserweg ist als feines Stahlgerüst vorgehängt. Der Aussenraum der grossen Wohnung ist als abschliessbares Drei-Jahreszeiten-Zimmer in den Baukörper integriert.
Das «leicht» wirkende Haus mit seinem hölzernen Kleid setzt sich vom muralen, repräsentativen Pfarrhaus ab und ordnet sich diesem in gewisser Weise unter.
Das bis auf das Eingangs- und Sockelgeschoss weisse Haus bildet zudem eine Art Leinwand für die dichte, blühende Vegetation des Gartens und deren Schattenzeichnungen auf den Fassaden.

Eiben, Hasel und Hortensien
Zwischen dem neuen Haus und dem Pfarrhaus wird ein Garten angelegt, der dem Pfarrhaus zugehörig ist. Eine segmentförmige, niedere Stützmauer ersetzt die heutige Böschung, welche die beiden Grundstücksteile gliedert. An diese Mauer wird ein Teich gelegt, der trennendes und verbindendes Element zugleich ist. Chaussierte Wege mit platzartigen Ausweitungen, eine Rasenfläche sowie Staudenrabatten legen sich um das Pfarrhaus und schaffen einen repräsentativen, ortstypischen Gartenraum. Die Bereiche um den Neubau sind demgegenüber nicht begehbar und werden mit Hortensienbeeten dicht bepflanzt. Sie bilden für die Bewohner des Neubaus einen den ganzen Sommer über blühenden «Schaugarten». Der Aussenraum wird über einzelne, markante Solitärbäume strukturiert.
Der Zugang zum neuen Haus erfolgt direkt vom Sennhauserweg. Hauszugang, Garageneinfahrt und Veloabstellplätze werden zusammengefasst. In der westlichen Erdgeschosshälfte ist eine zusätzliche 2-Zimmer-Wohnung mit gedecktem Aussensitzplatz angeordnet. Bergseitig, im erdberührten Teil finden sich die dienenden Räume mit Trockenraum, Veloraum und Kellerabteilen. Weitere Veloabstellplätze sowie die drei zulässigen Garagenplätze liegen im Untergeschoss.

Bucherareal

Industriestrasse

Die städtebauliche und architektonische Idee baut auf den historischen und gegenwärtigen Qualitäten des Ortes auf: Ein Terrain vague mit verschiedenartigen Häusern, stummen Schuppen, Platzflächen, einzelnen, wild gewachsenen Bäumen und einer lebendigen Kultur. Seiner heutigen Nutzung entsprechend wird das Areal Industriestrasse als ein «Lagerplatz in der Stadt» verstanden, auf dem unterschiedliche Menschen, Häuser und Ideen zusammenfinden. Es wird eine Kontinuität des Veränderlichen und Informellen gesucht. Das Projekt sieht auf diesem Platz eine «Versammlung» von sechs individuellen Häusern vor, die eine zusammengehörige, aber informell verbundene Gruppe bilden.
Mit der Häusergruppe werden verschiedene Aussenräume geschaffen. Die drei Hofräume bilden die gemeinschaftlichen und öffentlichen Zentren: der Quartierhof, der Spielhof und der Beizenhof. Aufgrund der freistehenden, solitären Häuser wird das Areal durchlässig und über zahlreiche Wegverbindungen in die Stadt eingebunden. Die Idee für den gemeinschaftlichen und öffentlichen Aussenraum sieht keine festgeschriebene Form vor, sondern verändert sich – einem Ökosystem gleich – durch die Interaktion von Menschen, Vögeln, Insekten und Pflanzen immerfort und lagert verschiedene Schichten ab.
Jede Genossenschaft erhält ihr eigenes, anderes Haus. Die Häuser unterscheiden sich nicht nur im Ausdruck, sondern ganz wesentlich bei den Wohnräumen. Neben der Idee für eine spezifische Wohnform sind die Räume bei allen Häusern aus dem jeweiligen konstruktiven Aufbau entwickelt. Diese Aufbauten folgen der Idee von «Stapelungen». Die Regeln der Stapelungen werden bestimmt über die Art der Holzelemente und die additive, tektonische Logik der Holzbauweisen: Stäbe, Platten, Raumkörper. Der Holzbau prägt den Innenraum in seiner Gestalt, Haptik und Atmosphäre.
In ihrer Unterschiedlichkeit bieten die sechs Häuser die Voraussetzung für ein durchmischtes und sich stetig wandelndes Quartier für alle Lebensformen und Altersgruppen. Das Wohnen nistet sich in den offenen Räumen ein. Ähnlich den Wandlungen im Aussenraum ist dieser Prozess nie abgeschlossen, die Spuren individueller Biografien werden erweitert, ausgedünnt und verändert.
Die Dachformen der fünf neuen Häuser prägen deren individuellen Ausdruck und Charakter. Durch die Dächer werden aus den Häusern eigentliche «Figuren». Zusammen bilden die Dächer eine Dachlandschaft, die eine zweite Ebene des gemeinschaftlichen Aussenraumes formt.

Haus #1 Wogeno
Von den fünf Häusern ist das Haus der Wogeno das kleinste. Mit seinen sechs Geschossen und dem Dachgeschoss erhält es dabei beinahe die Proportion eines kleinen Turmbaus, – eine Sphinx – bekrönt durch das «Gerüst» der Dachterrasse. Das komplett in Holz konstruierte Haus ist aus Balkenstapeln (tragende Wandschotten) und Balkenlagen (Decken) aufgebaut. Die sechs Balkenstapel gliedern den Grundriss in fünf Raumkompartimente mit Ost-West-Orientierung. In diesen Kompartimenten lassen sich – insbesondere mit den zwei Schaltzimmern – in den Treppenhausspangen unterschiedliche Wohnungsgrössen und -typen organisieren: von der 1- bis zur 5-Zimmer-Wohnung.

Haus #2 Wohnwerk
Das Haus der Wohnwerk liegt an der Industriestrasse und prägt die Adresse der Kooperation. Der konstruktive Aufbau aus Balkenstapeln und Balkenlagen ist eine Variation des Wogeno-Hauses. Die Balkenstapel bilden eine dreischiffige, längsgerichtete Grundrissstruktur aus. Die mittige Raumschicht dient als «geteilter» Raum. Westseitig befinden sich die Grundmodule «Wohnen» (Kochen, Wohnen, Zimmer, Bad), ostseitig sind zusätzliche Zimmer und Bäder angeordnet. Diese Disposition beschreibt das Konzept «atmender» und «geteilter» Wohnungen, eine Interpretation des Molekular-Ansatzes: Zum «Wohnen» können je nach Haushaltsgrösse Zimmer zugemietet oder weitergegeben werden («atmen»), das mittige Schiff wird mit der Stockwerkgemeinschaft geteilt.

Haus #3 LBG
Das Haus der LBG besetzt die Mitte des Areals und hat Anstoss an die drei Platzräume. Das Erdgeschoss nimmt den Kindergarten und die Kita auf. Das Haus besitzt ein eigenes Prinzip der «Stapelung», bei dem raumhaltige «Tubes» aufeinander geschichtet werden. In Querrichtung nehmen diese vorfabrizierten «Tubes» alle installierten Räume wie Küchen und Bäder auf. Die Decken bestehen aus röhrenförmigen Kastenelementen. Die Wohnungen entwickeln sich beidseitig respektive um einen Tube herum, was eine weitläufige «Geografie» im Innern erzeugt. Im überhohen Dachgeschoss liegen Musikräume (Vorführung, Musikschule etc.).

Haus #4 ABL
Das Haus der ABL ist der grösste Neubau, was sich in einer kompakten Grundrissorganisation mit grösseren Eckwohnungen und mittigen Kleinwohnungen mit Ost- respektive Westorientierung manifestiert. Die Gebäudestruktur besteht aus einem massiven Sockelgeschoss, auf dem sich ein filigraner Elementbau mit Brettholzscheiben errichtet – von der Leichtigkeit einem Kartenhaus ähnlich. Dieser Tragstruktur entspricht eine feingliederige Raumstruktur, bei der auf den Längsseiten sechs, auf den Schmalseiten ein Zimmer schaltbar sind und sehr viele Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Wohnungsgrössen und -typen offen lassen. Alle Wohnungen werden über ein zweiteiliges Atrium erschlossen, das sich auf dem Dach in ein Glashaus für die Hausgemeinschaft öffnet.

Haus #5 GWI
Der Neubau der GWI wird in einer zweiten Etappe realisiert, wenn der Altbau am Geissensteinring weichen muss. Die Tragstruktur ist aus Brettsperrholzscheiben zusammengesetzt, die ein Raumkabinett aus einem Ring von kleineren und einem Kern von grossen quadratischen Räumen bilden. Die Raumkanten sind allseitig offen und lassen Raum für Fenster und Türen. Damit sind vielfältige Schaltmöglichkeiten gegeben: von der abschliessbaren 1-Zimmer-Wohnung bis zur Stockwerkswohngemeinschaft. Je nach Anzahl gebauter Türen können auch diese Wohnungen «atmen» und sich jederzeit den sich verändernden Bedürfnissen anpassen. Auf dem Dach ist ein Hauskraftwerk für die Warmwasserproduktion vorgesehen, das den Ausdruck des Hauses mitprägt.

Haus #6 Industriestrasse GWI
Das Haus an der Industriestrasse 9 wird umgebaut. Im Untergeschoss entsteht ein Konzertlokal, im Erdgeschoss neben dem Gemeinschaftsraum ein Restaurant mit Zugang zum Platz, im Obergeschoss findet eine Ateliergemeinschaft Platz und im Dach eine Wohngemeinschaft. Diese unterschiedlichen Raumstrukturen bauen alle auf dem inneren Skelettbau des alten Käselagers auf. Die Zimmer der Wohngemeinschaft im Dachgeschoss erhalten Licht über grosse «Ochsenaugen», die Teil der verspielten Dachlandschaft mit den vielen Kaminen wird. Das Haus ist ein wichtiger Identifikationsort für die Kooperation.

Solaris

Städtebau und Vernetzung
Das Hochbord-Quartier Dübendorf, am Stadtrand Zürichs, erfährt aktuell eine Entwicklung von einer industriellen und gewerblichen Struktur hin zu einem gemischt genutzten Stadtquartier. Neu Projekte für Wohnen und Dienstleistung wechseln sich mit bestehenden grossmassstäblichen Bebauungen ab. Anstelle eines einheitlichen Stadtkörpers entstehen auf den einzelnen Baufeldern solitäre Areale, deren Bauten unterschiedlichen städtebaulichen und architektonischen Konzepten folgen. Erforderlich ist daher die Entwicklung eines Projektes mit eigenständiger Identität.
Der Entwurf für das Areal an der Ecke Sonnental-/Zürichstrasse bezieht sich gleichermassen auf das städtebauliche Konzept des Richtplanes wie die laufende planerische und bauliche Entwicklung in der unmittelbaren Nachbarschaft des Areals: Es sieht eine Randbebauung aus einzelnen Baukörpern vor, eine Art offener Blockrand. Diese setzt sich aus drei Bautypen zusammen: zwei schlanke, strassenbezogene Baukörper mit vier Geschossen, einen parkbezogenen, tieferen Baukörper mit acht Geschossen (sieben Vollgeschosse und eine «Attika») sowie ein Volumen mit sechs Geschossen an der Sonnentalstrasse. Die Baukörper umschliessen einen Hof, die gemeinschaftliche Mitte des Areals. Er schafft Identität für die neue Überbauung und dient der Erschliessung: die «offenen Ecken» schaffen vier Zugänge und verknüpfen das Areal mit dem öffentlichen Verkehr und dem Quartier Hochbord.

Nutzungsverteilung und Wohnen
Die Nutzungsverteilung folgt dem städtebaulichen Konzept. Die Wohnnutzungen werden im parkbezogenen, höheren Baukörper, das heisst lärmgeschützt, konzentriert. Die strassenbegleitenden Bauten nehmen Flächen für Verkauf, Gewerbe und verschiedene Formen der Büronutzung auf. Das Dachgeschoss des Hauses an der Ringstrasse wird wiederum für das Wohnen genutzt.
Innerhalb der städtebaulich-volumetrischen Setzung ist eine grosse Vielfalt an unterschiedlichen Wohnungen möglich, ohne dabei die Rationalität und Regelhaftigkeit des Entwurfs in Frage zu stellen. Es resultieren pro Wohnungsgrösse zwischen zwei (1.5-Zimmer-Wohnungen) und acht (3.5-Zimmer-Wohnungen) verschiedene Wohnangebote. Diese reichen von kleinen Atelier-Maisonetten am Hof über Erdgeschoss-Gartenwohnungen (2.5- bis 4.5-Zimmer-Wohnungen) bis zu Attikawohnungen mit grossen Dachterrassen. Die einfachen Grundrisse zeichnen sich durch Flächeneffizienz, gute Belichtung, nutzungsneutrale Räume und eine hohe Gebrauchstauglichkeit aus. Die erdgeschossigen Gewerbe- und Verkaufsflächen besitzen über die Ring- und Zürichstrasse eine hohe Visibilität.

Strassen- und Aussenräume
Mit dem Projekt werden die Strassenräume gestärkt. Innerhalb des Areals werden unterschiedliche Freiraumtypen geschaffen. Der Hof bildet die identitätsstiftende Mitte mit verschiedenen Nutzungsbereichen und Belagsarten: von hier aus werden sämtliche Wohnungen und Büroflächen erschlossen und beliefert. Die Wohnungen im westlichen Erdgeschoss verfügen über eigene, private Vorgärten. Ebenfalls im Westen befindet sich in direktem Anschluss an den Park ein ruhiger Kinderspielplatz. Ergänzt wird das Angebot durch gemeinschaftliche und private Dachterrassen. Es besteht eine klare Gliederung in öffentliche (Strassenraum), halböffentliche (Hof), gemeinschaftliche (Dachterrassen) und private (Balkone und Dachterrassen) Aussenräume. Die Balkone sind hinsichtlich der Baumasse optimiert und nicht abgestützt.

Architektur
Die Bauten weisen einen eigenständigen und prägnanten Ausdruck auf. Bestimmend sind an den farbig verputzten Häusern die «hängenden» Balkone und Erschliessungen in weiss und dunkelgrau gespritztem Stahl. Die Häuser sprechen von einem gemischt genutzten, städtischen Areal und verweisen auf den ehemals gewerblichen Charakter des Hochbords. Die Fassadenmaterialisierung ist robust und wirtschaftlich.

Rationalität und Wirtschaftlichkeit
Das Projekt ist in allen Bereichen auf eine wirtschaftliche und preisgünstige Realisierung ausgerichtet. Es schöpft die zulässige Ausnützung voll aus, verfügt über kompakte und teilweise tiefe Baukörper und eine effiziente Erschliessung. Es besteht ein hoher Wiederholungsgrad hinsichtlich der Grundrisstypen und der Bauteile. An den vertikalen Haustechnikerschliessungen sind pro Geschoss je zwei Küchen und zwei Bäder angeschlossen. Die Lastabtragung erfolgt durchgehend vertikal und ist auf die Parkierung abgestimmt.