Zürich, 2025–
Planerwahlverfahren, 2025, 1. Preis
Die Schulanlage Münchhalde wurde zwischen 1909 und 1911 von den Architekten Jakob Emil Meier-Braun und Jakob August Arter erbaut. Sie besetzt im Quartier Riesbach das langgestreckte Geviert zwischen Mühlebach-, Münchhalden-, Geranien- und Ceresstrasse. Gebäude und Freiraum bilden dabei eine Einheit und sind als wichtiges Ensemble des städtischen Schulhausbaus vor dem Ersten Weltkrieg im Inventar der Denkmalpflege.
Die Bestandesanalyse hat gezeigt, dass sich das robust und handwerklich solide gebaute Gebäude in einem guten Zustand mit mehrheitlich originaler Bausubstanz befindet: Es ist gut, wie es ist. Die Instandsetzung muss demnach von grossem Respekt vor dem Bestand geleitet sein und auf eine Stärkung der vorgefundenen Qualitäten abzielen: Im Vordergrund stehen deshalb wenige strategisch gewählte Eingriffe. Vor dem Ersatz von Bauteilen stehen Pflege, Unterhalt und wo notwendig Reparatur. Eine Summe von Einzelmassnahmen bildet den Ausdruck der geringsten Eingriffstiefe: So viel wie nötig, so wenig wie möglich wird zur Maxime. Der zusätzliche Raumbedarf kann über eine Neuorganisation und innere Verdichtung gelöst werden.
Mitarbeit Wettbewerb
Ron Edelaar, Elli Mosayebi, Christian Inderbitzin, Ramin Mosayebi, Tobias Moritz, David Urich, Clemens Kettschau
Bauherrschaft
Stadt Zürich
Landschaftsarchitektur: Bernhard Zingler Landscape Projects, St. Gallen
Bauingenieur: Basler & Hofmann AG, Zürich
Elektroplanung: R+B engineering ag, Brugg
HLKKS-Planung: Gruenberg + Partner AG, Zürich
Denkmalpflege: Prof. Dr. Silke Langenberg und Reto Wasser, ETH Zürich