Breitensteinstrasse

Die Situation an der Breitensteinstrasse ist zugleich besonders wie auch sehr gewöhnlich. Besonders war die Ausgangsanlage des Bestandes mit einem Konglomerat von Gewerbebauten, die in einen tiefen Terrainschnitt des ansonsten kontinuierlichen Hangverlaufs gesetzt waren. Gewöhnlich wirkt nun das neue Wohnhaus, das mit seiner strassenständigen Flucht und der regulären Traufhöhe eine Reihe mit den zwei flussabwärts folgenden, in ihren Abmessungen ähnlichen Häusern bildet.
Die Wohnform und der Ausdruck verbinden in einer Art Reminiszenz das Neue mit dem, was da war. Eine Serie von zwei übereinandergestapelten Hallenwohnungen mit Galeriegeschoss zeichnet sich auf der Strassenfassade in immer gleichen, grossen Fenstern sowie einem durchlaufenden Balkon und Vordach ab. Der zweigeschossigen Ordnung ist ein Dachgeschoss aufgesetzt, das lediglich mit vier regelhaft angeordneten Laternen hervortritt. Das Haus ist ein Wohnhaus, könnte aber auch etwas anderes sein.
Mit dem Stahlbau des vorgestellten Balkons und Vordachs, dem Aluminium der kräftigen Einfassungen und Fenster sowie dem hellgrauen Waschputz entspricht das Wohnhaus auch in seiner Konstruktion und Materialität der Anonymität seiner Vorgängerbauten.

Haus aus Naturstein

Zellwegerpark

Erlenmatt

Das Wohnhaus auf dem parkzugewandten Baufeld 12 ist ein Holzhaus. Grundfläche und Höhe sind vom Masterplan von Erlenmatt Ost vorgegeben. Der Anspruch an eine nachhaltige Bauweise ist umfassend: Die Wahl des nachwachsenden Baustoffs Holz wird mit einer konsequenten Systemtrennung kombiniert, die bei der Trennung von Trag- und Raumstruktur beginnt. Das hölzerne Skelett hat vier Tragachsen mit Unterzügen in Längsrichtung. Sie liegen auf Stützen mit einer Gabelung auf, sodass jeweils Stütze auf Stütze steht. Die Deckenfelder werden mit Brettstapelelementen überspannt und mit einer Schüttung beschwert. Auch die nichtragenden Innenwände bestehen aus Holz.
Wohnungen mit vielen Zimmern bieten Raum für Familien oder Wohngemeinschaften. Die «vielen» Zimmer gruppieren sich um eine innere Halle. Türen in Querrichtung öffnen diagonale Durchsichten und orientieren die Innenräume zum Hof und zum Park. Die Holzoberflächen prägen die Stimmung der Wohnungen – ein beinahe «alpines» Wohnen.
Sprossenfenster prägen als primäre Elemente den architektonischen Ausdruck. Die Bekleidung der opaken Fassadenpartien besteht aus karbonisierten Holzschindeln, die hinter die hellen Fenster und metallenen Teile aus feuerverzinktem Stahl zurücktreten.

Steilshoop

Badenerstrasse

Dohlenweg

Hohes Haus

Berne

Oststrasse

Worbentalstrasse

Bombach

Zwhatt

Der Grossteil der Bürohäuser entspricht nicht den aktuellen energetischen Vorgaben; zugleich ist der Leerstand hoch, während die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ungebrochen bleibt. Übliche Fassadensanierungen sind konstruktiv aufwändig, kostenintensiv und bieten den Mieter*innen oft wenig erkennbaren Mehrwert, nur höhere Mietpreise. Das vorgestellte Forschungsprojekt schlägt einen anderen Weg ein: der Umbau von Büro- zu Wohnflächen erfolgt kostengünstig, indem die bestehende Gebäudehülle erhalten bleibt und stattdessen in ein emissionsfreies Heizsystem investiert wird. Dabei wird das Konzept des gleichmässig temperierten Innenraums von 21 Grad hinterfragt. Thermisch aktivierte Apparate aus Stahl und Lehm zonieren die Wohnhalle, aluminiumbeschichtete Vorhänge erlauben es die Wäme zu regulieren. Es entsteht eine Temperaturlandschaft mit unterschiedlich warmen und kühlen Zonen, deren Nutzung sich über die Jahreszeiten verändert und so dem Wohnen einen saisonalen Takt einschreibt. (Beratung: Prof. Dr. Arno Schlüter)

Anders wohnen

Schürgistrasse

Engimatt

Promulins

Südtirolersiedlung

Die Südtirolersiedlungen sind ein bedeutendes Zeugnis aus der Geschichte des europäischen Faschismus. Sie sind baulicher Ausdruck einer der größten Umsiedlungen der jüngeren Geschichte und haben deshalb einen hohen denkmalpflegerischen Wert. Darüber hinaus weisen sie unabhängig ihrer Geschichte besondere Qualitäten auf. Die Analyse des Bestandes hat gezeigt: Es ist gut, wie es ist. Ein Abriss und Totalersatz sind aus Gründen der Denkmalpflege, der Nachhaltigkeit, aber vorrangig auch der gewachsenen Sozialstruktur weder legitim noch opportun. Der Projektvorschlag setzt deshalb auf den Erhalt und ein Weiterbauen in der Grammatik des Bestandes. Für den Erhalt des Bestandes spricht vorrangig die gewachsene Sozialstruktur. Die Menschen leben gerne an der Achgasse, kennen sich, tauschen sich aus und sind auf günstige Mieten angewiesen. Die Wiese ist für sie gerade so gut wie der private Balkon. Nachhaltigkeit muss umfassend definiert werden und betrifft hier wesentlich soziale Aspekte.
Alt- und Neubau sollen eine neue Einheit bilden. Das städtebauliche und architektonische Projekt sucht deshalb keine Neuprägung der Situation, sondern eine Stärkung des Bestandes. Die ergänzenden Neubauten sind mit der charakteristischen Mittelwand, den Satteldächern und Gauben typologisch mit den Altbauten verwandt.
Ein Erhalt und Weiterbau der Südtirolersiedlung an der Rheinstraße hat das Potential zu einem Pilotprojekt, das einerseits einem historisch bedeutsamen Bestand gerecht wird, andererseits sorgfältig nachverdichtet und damit aus der «Wachstumsschleife» des immer Neuen und Besseren ausbricht. Sie wird Ausdruck einer neuen Kultur der Suffizienz.
Im Gegensatz zur Ausschreibung sah unser Projekt vor, alle bestehenden Gebäude auf dem Gelände zu erhalten, was letztendlich zum Ausschluss des Entwurfs führte.

Hochstrasse

Das Wohnhaus steht zusammen mit anderen, kleineren Häusern in zweiter Reihe zur Hochstrasse in Zürich-Fluntern. Auftraggeberin war eine Familie, die bereits zuvor dort wohnte. Neu finden hier drei grosse Wohnungen und ein Studio Platz. Die Wohnungen erstrecken sich über zwei Geschosse und verfügen über alle vier Ausrichtungen. Das Haus hat deshalb eine eigene Gestalt, ist weder Villa noch Mehrfamilienhaus.
Der Grundriss baut auf einer quadratischen Grundfläche auf und besitzt mehrere Symmetrien. Die mittige Teilung ergibt sich über eine Verschränkung von Treppenhaus und wohnungsinternen Treppen. Konvexe Fenster an den Gebäudeecken und konkave Fenster bei den mittigen Erkern verbinden im dichten Kontext den Innen- und Aussenraum über weite Diagonalen. Zweigeschossige Wintergärten an den Ecken erweitern den Blick zum Himmel.
Die Fassadenbegrünung und zugehörige Rankgitter bilden ein architektonisches Wandmotiv. Die monochrom-dunkle Fassade ist dabei Hintergrund für die dereinst vegetabilen Wände zwischen inert-gläsernen Fensterpartien. Das Haus wird sich über die Jahre und Jahreszeiten wandeln, es hat keine Fertigstellung.

Habitat