Zürich, 2019–2025
Direktauftrag, 2019
Die Sphinx sitzt stadtseitig am Triemliplatz und ist Teil der losen Hochhausgruppe des Spitals und Guyer-Turms. Der Name beschreibt die Gebäudefigur und bezieht sich zugleich auf die Bedeutung des Wohnhochhauses am Ort. Es markiert den Stadteingang, wo die weiten Kurven der Birmensdorferstrasse am Uetliberg in die lange Gerade auf dem Stadtboden übergehen.
Die Primärstruktur des Hauses bildet ein Betonskelett mit einem dichten Kranz von Fassadenstützen, einzelnen Stützen im Innenraum und tragenden Kernen. In der Fassade sitzen immer gleiche Fenster, die von einem äusseren Skelett vorfabrizierter Betonelemente gefasst werden. In der Vertikalen bilden Halbrundpilaster eine zweigeschossige Gliederung, im Grundriss funktionieren diese als Gelenke in der polygonalen Abwicklung. Die Kreuzfenster mit flacher Innenfaltung setzen den Körper unter Spannung und geben dem ausgeprägten Relief zusätzliche Tiefe.
Die nichtragenden Leichtbauwände im Innern schreiben offene Wohnräume in die neutrale Struktur von Tragwerk und Fassade ein. Die Grundrisse loten dabei die schwierigen Bedingungen des Lärmschutzes aus, der einzig eine Lüftung an der Südfassade zulässt. Gleichwohl besteht eine grosse Varianz an verschiedenen Wohnungen, die ergänzt wird über Studios im «Haus auf dem Haus», das im viergeschossigen Bereich anstelle einer Attika steht.
Mitarbeit Planung und Ausführung
Ron Edelaar, Elli Mosayebi, Christian Inderbitzin, Alexander Gebetsroither, Valentin Surber, David Leber, Julie Rigling, Beatrice Maineri, Adrian Richter Sibila, Mathilde Sudan, Jannik Achenbach, Anna Clocchiatti, Anna Oexle
Bauherrschaft
Senn Resources AG, St. Gallen
Landschaftsarchitektur: S2L GmbH Landschaftsarchitekten, Zürich
Ingenieur: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich
HLSE-Planung: Anima Engeneering AG, Basel
Bauphysik: Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich